Cuvée-Verkostung auf die Namen der Verkostungs-Teilnehmer zugeschnitten

Am vergangenen Samstag durfte ich zu einer reinen Cuvée-Verkostung laden: Da hier die Erkennung zugegebenermaßen etwas schwieriger ist, gab es noch eine kleine zusätzliche Hilfe: Alle Weinnamen begannen mit dem gleichen Buchstaben wie der Vorname eines Verkostungsteilnehmers. Begleiten durften die Weine ein schmackhaftes Menü meiner Gattin Gerda, das mit einer würzigen Fischsuppe begann. Hauptgang war ein mediterraner Schweinebraten in der Käsekruste mit mitgebratenem Gemüse und Reis. Als süße Überraschung gab es frische Waffeln mit gemischten Früchten und zu späterer Stunde folgte die traditionelle Platte Alpbachtaler Käsevariationen.

1. Bianco del Drago 2011, Cuvée aus Garganega und Chardonnay, von Musella aus dem Veneto

Diese Weißwein-Cuvée aus dem Veneto konnte leider nur unseren Italien-Kenner überzeugen: Mit 16,0 Punkten musste sie sich mit dem 12. und letzten Platz zufrieden geben.

2. Manna 2006, Cuvée aus Riesling, Gewürztraminer, Chardonnay und Sauvignon blanc, von Franz Haas aus Südtirol

Die mit 3 Gläsern im Gambero Rosso ausgezeichnete Cuvée konnte auch in unserer Runde besser punkten: Mehr Frucht und Länge sowie ein schöner Schmelz brachten 16,9 Punkte und den 8. Gesamtrang.

3. Wiener Trilogie 2009, Cuvée aus Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon, von Fritz Wieninger aus Wien

Die Trilogie überzeugte mit schönen Kirschnoten und sehr feinen Tanninen. 16,8 Punkte bedeuteten den 9. Gesamtrang.

4. Anna-Christina 2005, Cuvée aus Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon, von Netzl aus dem Carnuntum

Beeren und Gewürze in der Nase, sehr extraktreich, schöne Tannine und beachtlicher Abgang brachten 17,7 Punkte und somit den hervorragenden 2. Platz, was diesen Wein auch zum klaren Preis-Leistungs-Sieger des Abends macht.

5. Mezzopane 2004, Cuvée aus Merlot und Sangiovese, von San Polo in Montalcino

Dichter, wuchtiger Wein mit 14 % Alkohol und Aromen von Johannisbeeren und Kirschen, auch reife Früchte und Karamell – wurde von uns mit 17,2 Punkten bewertet, was schlussendlich den 5. Rang bedeutete.

6. Amarone Riserva 2005, Cuvée aus Corvina Veronese, Rondinella und Oselata, von Musella aus dem Veneto

Eine echte „Bombe“, ein wahrer Medidationswein, der jedoch gerade deswegen nicht bei jedem gut ankam. Enttäuschende 16,8 Punkte brachten nur den vorletzten Platz.

7. Franz-Josef 2006, Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Zweigelt, von Pitnauer aus dem Carnuntum

Kräftige Röstaromen und Noten von Cassis und Kirschen sowie ein beachtlicher Abgang verhalfen diesem Wein zu 17,6 Punkten und zu Rang 4.

8. Weinegg 2004, Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Lagrein und Shiraz, vom Thurnhof in Südtirol

Trotz schöner Beerenfrucht, gut eingebundenen Tanninen und einem mittleren bis langen Abgang schaffte dieser Wein nur 16,8 Punkte und reihte sich somit ex aequo auf den vorletzten Platz ein.

9. Rosenberg 2009, Cuvée aus Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon, von G. Markowitsch aus dem Carnuntum

Obwohl diese schöne Cuvée mit 94 Falstaff-Punkten ausgezeichnet wurde und neben Cassis, Brombeeren und Kirschen auch mit zarten Schokoladenoten aufwarten konnte, gab es nur 17,4 Punkte und somit Rang 5.

10. Rosenberg 2005, Cuvée aus Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon, von G. Markowitsch aus dem Carnuntum

Der 2005-er kam nicht ganz an den 2009-er heran: Dies bestätigt auch die Falstaff-Wertung mit 93 Punkten bzw. das Ergebnis unserer Runde mit 17,1 Punkten und Rang 7.

11. Gabarinza 2007, Cuvée aus Zweigelt, Blaufränkisch, Merlot und St. Laurent, von Gernot Heinrich vom Neusiedlersee

Obwohl auch der Gabarinza „nur“ mit 93 Falstaff-Punkten ausgezeichnet war, schaffte er es in unserer Runde mit 17,7 Punkte ex aequo auf den 2. Platz mit der Cuvée Anna-Christina: Schöne Mineralik und ein frisches Säurespiel unterstrichen die beerigen Aromen und die leichten Schokolade-Anklänge.

12. Bela Rex 2004, Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot, von Albert Gesellmann aus dem Mittelburgenland

Nach 10 Jahren weist dieser Wein immer noch ein großes Lagerpotential auf: Beerenfrucht, Vanille und sehr feinmaschige Tannine brachten 17,8 Punkte und somit – mit knappem Vorsprung – den Tagessieg in unserer Verkostung.

Außerhalb der Wertung gab es zur Begrüßung einen Grünen Veltliner Weinviertel DAC „Galgenberg“ 2011 vom Weingut Schneider aus Röschitz, der mit schöner Mineralik sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis unterstrich. Zu den Waffeln servierte ich eine Trockenbeerenauslese 2008 von Johann Gisperg aus Teesdorf in der Thermenregion. Die Süßwein-Cuvée aus Neuburger, Weißburgunder und Chardonnay wurde von A la carte mit 96 Punkten ausgezeichnet und konnte mit gut 240 g Restzucker restlos überzeugen: Rosinen, Bratapfel, Ananas, Melone, Steinobst mit sehr schöner Säure sind die Haupttugenden dieses Weins.

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