Neusiedlersee und Neusiedlersee-Hügelland

Anlässlich der Verkostung in unserer Weinrunde habe ich am vergangenen Freitag das Thema Neusiedlersee und Neusiedlersee-Hügelland gewählt. Lediglich der Weißwein-Auftakt war aus diesem Thema ausgeklammert.

Den Weißwein-Auftakt bildeten nämlich 2 Tropfen aus Spanien, die für uns durchaus als Exoten bezeichnet werden können. Für den verwöhnten österreichischen Weißwein-Gaumen fehlt nämlich die Säure und somit das Rückgrat der Weine. Deshalb landete der Albarino 2007 von Terras Gauda mit 16,2 Punkten auch auf dem letzten Platz. Die etwas höherwertige Cuvée aus Albarino, Loureira und Caino Blanco (ebenfalls 2007) vom gleichen Winzer belegte mit 16,5 Punkten den vorletzten Platz. Zum Vergleich mit österreichischen Weißen wurde dann noch der Grüne Veltliner Nußberg 2006 von Wieninger serviert. Dieser schnitt wesentlich besser ab und erreichte mit 17,0 Punkten Platz 9.

Zum eigentlichen Rotwein-Thema gab es dann immer 2er-Flights mit dem selben Wein aus verschiedenen Jahrgängen. Der Zweigelt Prädium 2008 von Erich Scheiblhofer zeigte schon sein großes Potenzial, allerdings muss man anmerken, dass der Wein momentan noch etwas zu jung ist. Immerhin reichte es aber für 17,1 Punkte und Rang 8. Sein Pendant aus dem Jahr 2003 überzeugte hingegen voll und ganz und mit 17,5 Punkten musste er sich nur dem späteren Sieger geschlagen geben.

Vom nächsten Flight waren wir dann eigentlich einheitlich enttäuscht: Die Cuvées Attaché aus Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon von der Domäne Pöttelsdorf bzw. Bismarck präsentierten sich beide wenig druckvoll und auch nicht elegant. Der Jahrgang 2000 kam mit 17,0 Punkten auf Platz 9; der Jahrgang 2002 schob sich mit 16,9 Punkte nur ganz knapp vor die spanischen Weißweine.

Sehr solide Qualität brachte hingegen der nächste Flight mit dem Pannobile (Zweigelt, Blaufränkisch und Shiraz) von Helmuth Renner: Der Jahrgang 2002 erhielt 17,2 Punkte und landete damit auf Rang 7, während der Jahrgang 1999 mit 17,3 Punkte immerhin Rang 4 erreichen konnte.

Von einem meiner Lieblingswinzer stammt dann der letzte Flight. Die Cuvée Solitaire von Feiler-Artinger erreichte auch wieder absolute Spitzenplatzierungen. Der Jahrgang 1999, der aus Blaufränkisch, Merlot und Zweigelt zusammengesetzt wurde, erhielt ebenfalls 17,3 Punkte und belegte wie sein Jahrgangskollege von Helmuth Renner den 4. Platz. Der Jahrgang 2002, bestehend aus Blaufränkisch, Cabernet franc und Zweigelt war aber an diesem Abend nicht zu toppen. Mit 17,6 Punkten war dies der Siegerwein des Abends.

Selbst die hochdekorierten „Absacker“ konnten dem Solitaire den 1. Platz nicht streitig machen: Der St. Laurent vom Stein 2002 von Josef Umathum erhielt 17,3 Punkte, was Rang 4 bedeutete. Die Cuvée Comondor 2002 (Merlot, Zweigelt, Cabernet Sauvignon) von Hans & Anita Nittnaus erreichte mit 17,5 Punkten immerhin Rang 2.

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