Pärchen zum Grillen

filetAm Freitag traf sich unsere Weinrunde Münster bei spätsommerlichem Temperaturen auf meiner Terrasse und da das Wetter zum Grillen einlud, gab es paarweise feine Tropfen zu einem wunderbaren Filet im Ganzen von Armin Klocker’s Fleisch, Wurst & more. Erstmals durften wir auch unser neues Mitglied Christian begrüßen.

Nach einem durstlöschenden Auftakt mit einem feinem Sauvignon blanc vom Weingut Kogler aus der Steiermark ging das 1. Pärchen an den Start.

# 1 – 1: Der Riesling Smaragd Achleiten 2010 von der Domäne Wachau kam in der Nase sortentypisch nach Steinobst und am Gaumen mit kräftiger aber ebenfalls sortentypischer Säure. Der Wein wurde bei Falstaff mit 93 Punkten bewertet und erhielt bei uns 16,5 Punkte, was letztendlich nur Rang 8 bedeutete.

# 1 – 2: Der Grüne Veltliner Smaragd Pichl Point 2011 von Johann Schmelz aus Joching in der Wachau kam bei Falstaff gar auf 95 Punkte und auch bei uns kamen die Apfelnuancen mit dem typischen Pfefferl und die gut eingebundene Säure  auf 16,625 Punkte und somit Rang 7.

# 2 – 1: Bei den Rotweinen starteten wir mit einem Cabernet Sauvignon Medalla Real 2012 von Santa Rita aus Chile. In der Nase enttäuschte der Wein leider. Von den erwarteten Cassis-Noten war leider nur wenig zu erahnen und insgesamt hinterließen die Noten einen chemischen Eindruck. Immerhin war das Tannin ordentlich eingebunden und am Gaumen waren dann doch Johannisbeeren wahrzunehmen. Daher gab es noch anständige 16,375 Punkte, die jedoch nur für den 9. und letzten Platz reichten.

#2 – 2: Ebenfalls aus dem Weingut Santa Rita stammte der Cabernet Sauvignon Casa Real 2005 . Der typische Übersee-Cabernet punktete mit dichten Schokonoten und intensiven Johannisbeer-Aromen. Kräftige Tannine und ein langer Abgang mit Tabak-Anklängen überzeugten und wir vergaben 17,625 Punkte (Rang 5). Guia Penin gab an diesen Wein 93 Punkte.

# 3 – 1: Das italienische Pärchen startete mit einer Riesenenttäuschung. Der Brunello di Montalcino DOCG 2008 von der Cantina di Montalcino hat einen fatalen Korkfehler und wurde daher aus der Wertung genommen.

# 3 – 2: Mein persönlicher Favorit war der Castello di Ama Chianti Classico 2007. Ein Chianti vom Feinsten – Weichseln und kalter Tee in der Nase, seidige Tannine und sehr langer Nachhall reichten aber in der Runde ebenfalls nur für 17,625 Punkte (ebenfalls Rang 5). Robert Parker zeichnete den Jahrgang mit 93 Punkten aus.

# 4 – 1: Weiter ging die Pärchenreise nach Frankreich: Der Château La Croix du Casse 2009 (Cabernet franc / Merlot) aus Pomerol startete in der Nase mit Heidelbeeren und Mokka-Anklängen. Die Tanninstruktur war durchwegs als fein zu bezeichnen und verlieh dem Wein einen eleganten Gesamteindruck. James Suckling vergab 93 Punkte und die Weinrunde Münster 17,75 Punkte (Rang 3).

# 4 – 2: Vom Jahrgang her war der Vergleich etwas unfair: Der Château Rauzan-Gassies 1975 (Cabernet Sauvignon / Merlot / Cabernet franc) aus Margaux war immerhin 34 Jahre älter. Trotz seiner 41 Jahre entwickelte der Wein unglaublichen Druck am Gaumen und auch in der Nase dominierten nicht nur die Tertiär-Aromen. 18,25 Punkte brachten den Sieg in dieser Verkostung. Interessante Notiz am Rande: Parker hatte 1988 nur 86 Punkte für diesen Wein vergeben.

# 5 – 1: Den – geplanten Abschluss – bildete ein Blauburgunder-Pärchen. Der Pinot Noir 2008 von Josef Pöckl bestach mit einem schönen Wechselspiel von Kirscharomen und mokkaunterlegten Röstaromen. Falstaff gab 93 Punkte und wir 17,75 Punkte was ebenfalls Rang 3 bedeutete.

# 5 – 2: Paul Achs hielt sich bei seinem Pinot Noir 2008 mit dem Barrique zurück und so kamen die typischen Pinot-Vorzüge besser zur Geltung. Feinste Tannine, elegante Säure und einer langer Abgang brachten zwar bei Falstaff mit 92 Punkten einen Punkt weniger, wir vergaben aber 18,25 Punkte und somit teilte sich dieser Tropfen den Sieg mit dem Château Rauzan-Gassies.

Nachdem die Pinots so einen hervorragenden Anklang fanden, kamen auch die beiden Absacker von dieser Sorte: Der Pinot Noir M 2009 von Cicero Weinbau aus Graubünden war ein gut gewählter Anschluss: Kirschen und Beeren mit etwas Röstaromen und kräftiges Tannin blieben von diesem Wein in Erinnerung.

Auch der Blauburgunder Riserva Mazon 2009 von J. Hofstätter aus Tramin passte in dieses Schema: Weichseln mit einem Hauch von Waldboden in der Nase und ein abgerundetes langes Finish sorgten für einen würdigen Abschluss der Runde.

 

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