Geburtstagsverkostung vom 27-Dez-2013

WeineAuch in diesem Jahr habe ich zur – fast schon traditionellen – Geburtstagsverkostung am 27.Dezember eingeladen.

Die Weißweine hatten wir diesmal direkt übersprungen und dafür einige Rote verkostet.

Den Auftakt machte ein Bordeaux vom Chateau Simard – Jahrgang 2004. Dieser aus dem Saint Emilion stammende Rotwein hatte nicht unbedingt den typisch modrigen Geruch eines Bordeaux. Trotzdem konnte die Cuvee aus 80% Merlot und 20% Cabernet Franc überzeugen.

Meine Bewertung: 16,5 Punkte

Der nächste Wein stammte wieder aus dem Bordeaux – genauer gesagt aus dem Pomerol – und wurde auch schon eher als ein solcher identifiziert. Diese Cuvee aus dem Chateau La Pointe bot wesentlich feinere Tannine und war durchaus älter als ursprünglich von den Gästen vermutet.

Jahrgang: 1995

Meine Bewertung: 17,5 Punkte

Folgender Wein zählte sicherlich zu den Höhepunkten dieses Abends (eventuell sogar der Höhepunkt aller vergangenen Geburtstagsverkostungen :-).

Ich persönlich war anfangs etwas unsicher, ob dieser folgende Wein auch noch wirklich trinkbar und gut ist. Während der Verkostung wurde ich aber eines Besseren belehrt.

Es handelte sich hierbei um einen Chateau Cheval Blanc des Jahrgangs 1973.

Die Nase war im ersten Moment perfekt und blieb bis zum letzten Tropfen unverändert. Auch der Geschmack, Körper des Weines und der Abgang waren einfach umwerfend. Es scheint als hätten die 3 Stunden im Dekanter nicht unbedingt geschadet. Hätte ich davon noch Flaschen im Keller, wären die Gäste wohl immer noch dort – bis zum letzten Tropfen.

Meine Bewertung: 20 Punkte

Auch der nächste Wein wurde noch im Weinkeller verkostet und diente zum direkten Vergleich zu seinem Vorgänger (etwas unerwartet bzw. nicht geplant – aber DANKE an den Spender). Ein Chateau Cos D’Estournel aus dem Saint Estephe, der ebenfalls immer noch sehr genüsslich war. Natürlich nicht ganz so perfekt wie der Cheval Blanc, aber immerhin eine tolle Nase und ein fülliger Körper – trotz des Alters.

Jahrgang: 1976

Meine Bewertung: 18 Punkte

Anschließend ging es doch noch einen Stock höher, da schon jeder von der Käseplatte naschte. Es war Zeit für eine kleine Stärkung. Wie die Tradition schon fast verlangt, gab es zu den kräftigen Weinen einen saftigen und würzigen Zwiebel-Speck Strudel.

Zu diesem Essen wurde dann auch der nächste Wein serviert. Les Sultans 1998 aus dem Weingut Clos St. Thomas. Ja, ein Wein aus Libanon, der diesmal auch recht rasch erkannt werden konnte. Immerhin prägen dominante Gewürznoten diesen Wein. Für mittlerweile schon Libanonspezialisten ;-), fast kein Problem mehr dies zu erkennen.

Wiederum eine spitzen Cuvee (Bordeaux Blend), die immer wieder Anklang finden kann.

Meine Bewertung: 17 Punkte

Somit nun auch der Schwenk zu den Burgunder-Rebsorten. Den Auftakt machte hier ein Pinot Nero Reserva 2009 aus der Kellerei St. Michael-Eppan.

Mit feiner Burgunder-Nase und schönem Körper ein guter & bereits trinkreifer Wein. Jedoch aufgrund seinem Aussehen wohl nicht mehr für die Ewigkeit lagerfähig.

Meine Bewertung: 17 Punkte

Im Anschluss folgte ein Pinot Noir 2003 vom Weingut Nigl aus der Thermenregion. Verglichen mit dem 2006er Jahrgang – welchen wir erst vor kurzem verkostet hatten – hatte der 2003er wohl leider schon seinen Höhepunkt vor ca. 1-3 Jahren.

Meine Bewertung: 16 Punkte

Zum Abschluss folgte noch ein Volnay 1er Cru der Lage Les Caillerets aus der Domaine Michel Prunier et Fille. Jahrgang: 2007. Dieser war aus meiner Sicht im Vorfeld der vielversprechendste Wein, fand aber aufgrund seines süßlichen Abgangs sehr wenig Anklang in der Runde.

Aufgrund seines Preises eher eine Enttäuschung.

Meine Bewertung: 15,5 Punkte

Recht herzlich möchte ich mich nochmals für die kleinen Mitbringsel und für das zahlreiche Erscheinen bedanken.

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