Weinreise Alto Adige 2026 – der ewig besten Absolventen ……

Was soll man sagen! Wie immer unterhaltsam, lustig, gespickt von kulinarischen High-Lights und ausgezeichneten Südtiroler Weinen. Wir freuen uns schon auf die nächste Reise!

Auf zu den Winzern:

Weingut J. Hofstätter (Tramin, Südtirol)

Das Weingut liegt im Zentrum von Tramin im Südtiroler Unterland und zählt zu den traditionsreichen Familienbetrieben der Region. Gegründet wurde es 1907 und wird heute in Familienhand geführt. Die Weinberge verteilen sich auf verschiedene Lagen im Etschtal und in angrenzenden Höhenlagen und umfassen unterschiedliche Böden, Höhenstufen und Mikroklimata.

Ein zentrales Merkmal des Betriebs ist das sogenannte „Vigna“-Prinzip. Dabei stammen die Weine aus klar abgegrenzten Einzellagen, wodurch die Herkunft und der jeweilige Standort deutlich im Wein erkennbar sein sollen. Angebaut werden vor allem typische Südtiroler Rebsorten wie Gewürztraminer, Blauburgunder, Vernatsch und Weißburgunder.

Während der Führung erhielten wir Einblicke in die Arbeitsweise des Weinguts sowie in die Bedeutung der verschiedenen Lagen. Die Verkostung zeigte die Unterschiede zwischen den einzelnen Weinen und deren Herkunftscharakter.

Das Weingut ist stark auf Lagenweine ausgerichtet und legt den Fokus auf die Verbindung von Rebsorte und Standort, um möglichst eigenständige und charakteristische Weine zu erzeugen.

Zu den bekanntesten und qualitativ herausragenden Weinen des Weinguts zählen vor allem die sogenannten Lagen- bzw. „Vigna“-Weine, die die Herkunft der jeweiligen Einzellage besonders deutlich widerspiegeln.

Ein zentraler Wein ist der Gewürztraminer Vigna Kolbenhof, einer der renommiertesten Gewürztraminer Südtirols. Er stammt aus der Lage oberhalb von Tramin und zeichnet sich durch ausgeprägte Aromatik, Struktur und gutes Reifepotenzial aus.

Im Rotweinbereich gilt der Pinot Nero Vigna S. Urbano (Barthenau) als Spitzenwein des Hauses. Er stammt aus hoch gelegenen, sehr alten Rebanlagen und wird als komplex, elegant und lagerfähig beschrieben.

Weitere wichtige Weine sind der Roccolo/Ludwig Barth von Barthenau Pinot Nero, ebenfalls ein hochwertiger Lagen-Pinot, sowie verschiedene Gewürztraminer-Selektionen aus Einzellagen, die regelmäßig zu den besten Vertretern dieser Rebsorte in der Region zählen.

Insgesamt konzentriert sich das Weingut auf wenige, klar herkunftsgeprägte Spitzenweine, bei denen die Lage stärker im Vordergrund steht als eine breite Sortenpalette.

Weingut Dipoli (Neumarkt, Südtirol)

Das Weingut wurde 1987 von Peter Dipoli gegründet und ist ein Familienbetrieb mit kleiner Rebfläche in Neumarkt im Südtiroler Unterland. Die Weinberge liegen in steilen bis hügeligen Lagen zwischen etwa 300 und 600 m Seehöhe und verteilen sich auf unterschiedliche Standorte mit variierenden Bodenstrukturen.

Je nach Lage werden verschiedene Rebsorten angebaut: In kühleren Höhenlagen mit kalk- und dolomitgeprägten Böden dominiert Sauvignon Blanc, in wärmeren Lagen mit schwereren Böden vor allem Bordeaux-Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Die Bewirtschaftung erfolgt überwiegend in Handarbeit, da viele Flächen steil und schwer zugänglich sind. Ziel ist eine möglichst klare Herkunfts- und Standortprägung der Weine, die je nach Jahrgang individuell ausgebaut und auf Lagerfähigkeit ausgelegt werden.

Die Führung und Verkostung wurde von Felix August Bampi geleitet, der die Inhalte anschaulich und locker vermittelte und diese anhand der verkosteten Weine erklärte.

Zum Sortiment zählen mehrere bekannte Weine: Der Iugum (Merlot/Cabernet Sauvignon) gilt als strukturierter, lagerfähiger Rotwein aus einer steilen Lage bei Margreid. Der Voglar (Sauvignon Blanc) ist der wichtigste Weißwein des Betriebs und zeichnet sich durch Frische und Mineralität aus. Ergänzt wird das Sortiment durch den Fihl, eine etwas zugänglichere Rotwein-Cuvée, sowie den limitierten Brenntal, der nur in kleinen Mengen produziert wird und als besonders charakterstarker Lagenwein gilt.

Weingut Castel Sallegg (Kaltern, Südtirol)

Das Weingut liegt in Kaltern am Kalterer See und verbindet historische Strukturen mit moderner Weinproduktion. Die Ursprünge des Betriebs reichen mehrere Jahrhunderte zurück. Heute werden die Weinberge rund um Kaltern sowie in höher gelegenen Hanglagen bewirtschaftet, wodurch unterschiedliche klimatische Bedingungen und Reifestadien genutzt werden können.

Die Arbeit im Weingut ist auf Qualität und Herkunftscharakter ausgerichtet. Je nach Lage werden sowohl Weiß- als auch Rotweinsorten angebaut. Die Kombination aus warmen Tallagen und kühleren Höhenlagen ermöglicht eine breite stilistische Vielfalt innerhalb des Sortiments.

Während des Besuchs erhielten wir Einblicke in die Struktur des Weinguts sowie in die Verarbeitung der Trauben und den Ausbau der Weine.

Wichtige Weine:

  • Chardonnay: frischer, strukturierter Weißwein mit ausgewogener Frucht und klarer Stilistik
  • Sauvignon Blanc: aromatisch, lebendig und geprägt von Frische und regionalem Charakter
  • Pinot Bianco (Weißburgunder): eleganter, eher zurückhaltender Weißwein mit feiner Struktur
  • Blauburgunder (Pinot Noir): fruchtbetonter, eleganter Rotwein mit mittlerem Körper
  • Lagrein (inkl. Lagen- oder Reserveweine): kräftiger, strukturierter Rotwein mit deutlicher Tanninstruktur und Reifepotenzial
  • Merlot (Ausbauvarianten): weichere, vollmundige Rotweine mit internationalem Charakter

Insgesamt zeigte sich das Weingut als Betrieb, der traditionelle Südtiroler Rebsorten mit moderner Kellertechnik verbindet und dabei sowohl zugängliche als auch anspruchsvollere Weine produziert.

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