Trio der Gemeinsamkeiten

Ganz im Zeichen des Mottos „Trio der Gemeinsamkeiten“ stand der jüngste Verkostungsabend der Weinrunde Münster. Immer zwei aufeinanderfolgende Weine hatten mindestens drei Gemeinsamkeiten – sei es Herkunft, Rebsorte, Jahrgang, Winzer oder Region. Eine spannende Herausforderung, die für viele angeregte Diskussionen und so manchen Aha-Moment sorgte.

Kulinarische Begleitung

Ein ganz besonderer Dank gilt meiner Frau Gerda für das sensationelle Menü:

  • Selbstgemachter Olivenaufstrich und Trüffelbutter mit selbstgebackenem Vollkorn-Zupfbrot
  • Fischsuppe vom Lachs, Wels und Skyr
  • Geschmorte Lammhaxen mit karamellisierten Karotten und Püree
  • Eierlikörmousse mit Himbeertopping
  • Regionale Käseplatte

Bereits der Aperitif setzte ein erstes Ausrufezeichen: Der Jahrgangs-Champagner Jean de La Fontaine La Majestueues Millésime 2018 vom Haus Baron Albert überzeugte mit eleganter Frucht, angenehmem Säurespiel und einem Hauch Kreide.

Das Stockerl

Sieger mit 19,2 Punkten wurde der Grüne Veltliner Honivogl 2006 von Franz Hirtzberger aus der Wachau – unglaublich druckvoll, mit Aromen tropischer Früchte und einem nicht enden wollenden Abgang. Ein verdienter Sieger.

Ex aequo Zweiter mit jeweils 19,0 Punkten:

  • Der Riesling Kellerberg 2007 vom Tegernseerhof – wunderschön gereift, mit sortentypischen Aromen; vielleicht nicht der große Name, aber zweifellos ein großer Wein.
  • Der G 2006 von Albert Gesellmann aus dem Mittelburgenland – Cuvée aus Blaufränkisch und St. Laurent. Ein Top-Jahrgang dieses österreichischen Flaggschiffs mit perfekten Tanninen und langem Abgang; nicht zufällig war bei der Bewertung sogar eine 20,0 dabei.
  • Der Pinot Noir 2009 von Gantenbein aus Graubünden – einzigartig, mineralisch, elegant, mit schöner Kühle; ein hervorragender Jahrgang, der nicht so opulent ausfiel wie manch anderer.

Fünfter mit 18,6 Punkten:

Der legendäre Château Musar 1997 aus dem Bekaa Valley im Libanon – eine Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon im Bordeaux-Stil, die an Pauillac erinnert. Knapp 30 Jahre Reife haben diesen Wein zur Perfektion geführt.

Sechste mit 18,5 Punkten (ex aequo):

  • Der Grüne Veltliner Axpoint 2015 von Franz Hirtzberger – viel Stoff, Aromen von gelbem Apfel und Melisse.
  • Der Barolo 2010 von Mario Gagliasso – ein zupackender Nebbiolo mit schöner Struktur und langem Abgang; ein Barolo für Liebhaber.

Achter mit 18,3 Punkten:

Der Hochar Pere et Fils 2005 von Château Musar – Cuvée aus Cinsault, Grenache, Carignan und Cabernet Sauvignon; auch der Zweitwein im Bordeaux-Stil mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Neunter mit 18,2 Punkten:

Der G 2012 von Albert Gesellmann – ebenfalls hervorragend, wenngleich er dem 2006er nicht ganz das Wasser reichen konnte.

Zehnter mit 18,0 Punkten:

Der Pinot Noir 2017 von Thomas Studach – kraftvoll und würzig, dabei harmonisch und elegant.

Elfter mit 17,8 Punkten:

Der Riesling Wachstum Bodenstein 2013 vom Weingut Prager – schöne Riesling-Nase, insgesamt jedoch etwas wenig Säure; wohl nicht der stärkste Jahrgang dieses Weins.

Zwölfter mit 17,4 Punkten:

Der Barolo Bussia 2010 von Costa di Bussia Luigi Arnulfo – die erste Flasche war leider bereits über dem Höhepunkt, eine zweite deutlich frischer; dennoch konnte dieser Jahrgang die Verkoster nicht vollends überzeugen.

Zum süßen Finale begeisterte der Rosen Muskateller 2020 von Franz Haas aus Südtirol mit Aromen von Rosen, Gewürznelken, Zimt und Orangenzesten sowie einem harmonischen Süße-Säure-Spiel.

Fazit: Selten, aber doch – zwei Weißweine standen ganz oben am Stockerl. Ein Abend voller Qualität, spannender Gemeinsamkeiten und großartiger Weine.

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön an alle Gäste für die lustige Stimmung und die hervorragenden Bewertungen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.