Geburtstagsrunde FR49 in Münster

Liebe Weinfreunde!

Herzlichen Dank für euren Besuch und den Gutschein bei der Alpenrose in Kufstein. Freue mich schon darauf. Danke Renate, für das tolle Geburtstags-Menü und ich möchte auch damit beginnen:

Waldorfsalat mit geräucherter Wildenten-Brust und Wildlachs auf Gurkenbett
Suppen Tris – Tiroler-, und Pressknödel und Grießnockerl in der Fleischsuppe (großartig)
Roastbeef mit Ofengemüse und Kartoffeln
Schoko Bonet und Schokomousse auf Ananas Ragout

Herzlichen Glückwunsch der Siegerin des kleinen Wein-Quiz mit hervorragenden 48 Punkten – Gerda!!!

Zu den Weinen:

  • Domaine Weinbach, Esaß, Gewürztramine, Altenbourg 2015:

Seit 1898 befindet sich, das als Kapuzinerkloster gegründete Weingut, im Besitz der Familie Faller, und zählt zu den Top Produzenten im Elsass.

Auf ca. 30 ha werden hauptsächlich Weißweine angebaut. Neben den Grand Cru Lagen Schlossberg, Fürstentum, Mambourg, Marckrain gibt es noch die Einzellagen Clos des Capucins und Altenbourg.

Im Glas klares, helles goldgelb mit mittleren Schlieren. In der Nase sauber und exotische Früchte, etwas rauchige Noten. Am Gaumen eine wunderbare Süße, schöne Balance zwischen Säure, Mineralik und Frucht. Langer Abgang. Wunderbar zu Gänseleber.

Punkte: FR 17

  • Weingut Dr. Werheim, Pfalz, Riesling Dachsberg 2017

Seit 1991 ist das Weingut Dr. Werheim Mitglied im Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter und ist einer der Top-Vertreter der Südpfalz in Sachen Qualitätsweine.
Derzeit werden ca 17. ha Rebfläche bewirtschaftet.

Die bekanntesten Lagen des Weinguts sind der Kastanienbusch, der Mandelberg und der Sonnenschein.

Die Lage Dachsberg ist ebenfalls eine VDP Erste Lage und ist diese mit regional, festgelegten Rebsorten bepflanzt.

Im Glas helles Strohgelb, klar. In der Nase sauber, frischer, aromatischer Duft nach Limetten und Steinobst. Am Gaumen frische Säure, fruchtig, schöne Mineralik, sehr typischer Sortenvertreter. Abgang lang.

Punkte: FR 17

  • Domaine Mark Morey, Burgund, Chassagne Montrachet, Chardonnay, 2011

Die Geschichte der Domaine Marc Morey, die zu den kleinen, traditionellen Weingütern des Burgund zählt, geht bis in das Jahr 1919 zurück. Von Beginn an entstanden hier große Weine! Heute zählt die Domaine zu den herausragendsten Erzeugern weißer Chassagne- und Puligny-Montrachet.

Das Terroir steht im Mittelpunkt sorgfältigster Arbeit, um herausragende Weine zu kreieren. Und auch im Keller lässt man Behutsamkeit walten. Mit perfekt auf die Weißweine abgestimmtem Holzeinsatz – weniger als die Hälfte der Weine liegt in neuem Holz – beweist Bernard Mollard, der Schwiegersohn von Marc Morey, ein feines Gespür und faszinierendes Talent für die Weinbereitung.

Quelle: www.vinorama.at

Im Glas klar und goldgelb, in der Nase angenehme feine Noten von Apfel. Am Gaumen sehr schöne Balance zwischen Säure, Mineralik und Frucht. Super Struktur mit langem Abgang.

Punkte: FR 18

 

  • Gaja, Pieve Santa Restituta, Toskana, Sangiovese Grosso, Brunello 2007

Im Jahr 1972 erwarb der Bauunternehmer Roberto Bellini aus Brescia das Weingut Pieve Santa Restituta, mit dem ehrgeizigen Ziel einen Top Brunello für den internationalen Markt zu produzieren. 1994 ist es ihm gelungen den piemontesischen Top Winzer Angelo Gaja für dieses Projekt zu gewinnen und arbeiten die beiden nunmehr gemeinsam am Erfolg des Weinguts!

Der 2007er Brunello präsentiert sich im Glas blickdicht, klar, und mit kräftigen Schlieren. Beginnendes Granat. In der Nase bereits  reife Noten, Gewürze, etwas Schwarztee. Am  Gaumen angenehme würzige Noten mit roten Beeren. Schöne Harmonie zwischen Säure und Tannine, viel Druck am Gaumen, langer Abgang.

Das war meine letzte Flasche vom 2007 und ist das auch in Ordnung so. Am Höhepunkt noch erwischt. Würde ich nicht weiter reifen lassen.

Punkte:  FR 17,5

  • Paul Achs, Burgenland, Blaufränkisch, Ungerberg 2009

Das Weingut Paul Achs in Gols ist eines der bekanntesten Weingüter Österreichs und befindet sich m Nord-Burgenland, ca. 60 km süd-östliche von Wien. 1991 ist Paul Achs in den elterlichen Betrieb eingestiegen und produziert heute ca. 90 % Rotweine. Die bekanntesten sind der Pinot Noir, Blaufränkisch Ungerberg und der Österreich-Cuvée Pannobile.

Im Glas klar und rubinfarben, In der Nase feine Noten von dunklen Beeren, etwas Schokolade und schwarze Erde. Am Gaumen Weichseln und Röstaromen, viele feinmaschige Tannine, Säure relativ hoch, Abgang lang.

Durchschnittlich wurde der Wein mit 17,2 Punkten bewertet.

Ich bin leider etwas darunter: FR 16,5

  • Domain Joblot Givry, Clos du Ceilier Aux Moines, Burgund, Pinot Noir 2005

Die Domaine Joblot in Givry gilt als qualitative Spitze an der gesamten Cote Chalonnaise. Die Weine sind mit vielen Grands Crus aus der Cote D´Or zu vergleichen, lediglich sind sie dramatisch günstiger.

Die exzellenten Lagen und liebevoll gepflegten Weinberge befinden sich im beschaulichen, romantischen Dörfchen Givry, der sicherlich dynamischsten der fünf Appellationen der tief im Süden des Burgunds befindlichen Côte Chalonnaise. Die in höchstem Respekt vor der Natur in sensibler, traditionell handwerklicher Arbeit gepflegten Reben demonstrieren augenscheinlich, wo die Qualität der Weine entsteht. Derart gepflegte Böden (in ihrer geologischen Zusammensetzung mit den berühmten Crus von der Côte d’Or quasi identisch), derart extrem ausgedünnte Trauben (keine Beere berührt die andere!), derart aufwändige Laubarbeiten, um Luft und Sonne an die Trauben zu lassen und dazu noch (quasi, aber nicht zertifizierter) biologischer Anbau: Die traditionelle Familiendomaine Joblot ist ein wahres Kleinod im unüberschaubaren Dschungel von Burgund.

Quelle: www.pinard-de-picard.de

Ex aequo Sieger des Abends und schlichtweg ein toller Wein!

Im Glas ein typischer Pinot Noir, transparent, klar, helles Rubin, in der Nase sauber, rote Beeren, dunkler Waldboden, schöne Kühle, intensiv, toll. Am Gaumen harmonisch, rund, angenehme Frucht, toller Trinkfluss, viel Druck und feinmaschige Tannine, Abgang lang.

Punkte: FR 18,5

  • Heitz-Cellar, California, Napa Valley Cabernet Sauvignon 2007

Heitz Wine Cellars ist ein kalifornischer Weinproduzent aus dem Napa Valley und wurde 1961 von Joseph und Alice Heitz gegründet.Die größten Erfolge und einen historischen Ruf erzielt Heitz mit seinem Martha´s Vineyard, Cabernet Sauvignon, und er wird auch der Meister des Grignolino bezeichnet.

Leider hat hier der Kork-Teufel zugeschlagen, und konnten wir diesen Wein nicht in die Wertung nehmen.

  • San Giusto A Rentennano, La Ricolma, Toskana, Merlot 2011

Fattoria San Giusto a Rentennano ist ein altes Zisterzienserkloster und liegt am Oberlauf des Flusses Arbia im südlichen Teil des Chianti Classico. Seit 1914 befindet sich das Anwesen im Besitz der Familie Martini di Cigala. Der bekannteste Wein von San Giusto ist der reinsortige und langlebige Sangiovese namens Percarlo, welcher meist erst nach Jahren der Reifung sein volles Potenzial offenbart.

Ein weiteres Spitzenprodukt ist der reinsortige Merlot „La Ricolma“, welchen wir in dieser Verkostung genießen durften.

Im Glas ein klares helles Rubin, transparent, und mittlere Schlieren. In der Nase feine, dezente Fruchtnote nach Ribiseln und Schwarztee. Am Gaumen vielschichtig, viele feinmaschige Tannine, schöne Mineralität und langer Abgang.  Kein Weichspüler!

Punkte: FR 17,5

  • Massolino, Vigna Rionda Riserva, Piemont, Barolo, Nebbiolo 2010

Die Geschichte des Weinguts Massolino ist eng mit der Geschichte von Serralunga d´Alba verbunden. 1896 gründete Giovanni den Betrieb und er war auch der erste, der elektrischen Strom ins Dorf brachte. Giuseppe, der Sohn des Gründers Giovanni, baute in weiterer Folge den ersten Keller und erweiterte seinen Besitz in Serralunga. 1934 war er einer der Gründer des Schutzkonsortiums Barolo und Barbaresco. Drei von den sechs Kindern von Giuseppes Familie traten in seine Fußstapfen und mit dem Kauf von drei Cru lagen, Margheria, Parafada und Vigna Rionda, haben sie das Gesicht des Unternehmens maßgeblich beeinflusst.

Der 2010 Barolo, Vignao Rionda, konnte überzeugen und belegete ex aequo den ersten Platz unserer Geburtstagsverkostung.

Im Glas eine leuchtendes, klares, transparentes Rubin. Intensive Nase nach Kirschen, Waldboden und Kräutern. Am Gaumen schöne Kirschnoten, Kräuter und Zwetschken. Viele feinmaschige Tannine, viel Druck am Gaumen, Tolle Länge, noch viel Potenzial. Toller Jahrgang!

Punkte: FR 18,5

  • Finca Villacreces, Ribera del Duero, Nebro, Tempranillo 2006

Erste schriftliche Beweise für die Existenz dieses Duero-Anwesens beziehen sich auf seinen Gründer, den Franziskanermönch Pedro de Villacreces, nach dem es benannt ist. Zusammen mit einer Gruppe anderer Geistlicher, darunter San Pedro Regalado (der Schutzpatron von Valladolid), errichtete er an diesem wunderbaren Ort! Ein Kloster, in dem er beten und Getreide anbauen konnte. Es gab einen kleinen Weinberg für den eigenen Gebrauch und für die Klöster in der Nähe. Für einige Jahrhunderte war Villacreces ein Rückzugsort für Franziskanermönche, um zu meditieren, umzukehren, das Land zu bearbeiten und die Natur zu betrachten. Nach den Beschlagnahmungen von Mendizábal im Jahr 1836 ging das Land in private Hände über! Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Weingut an die Familie Cuadrado verkauft. Sie nutzten das Anwesen als Ferienhaus, wo sie viele berühmte Gäste unterhielten, darunter Peter Sisseck. Er benutzte die Bodega und einen Teil des Weinbergs, um seine Flor de Pingus herzustellen. 2004 lernten Gonzalo und Lalo Antón die Familie Cuadrado kennen. Die Antons betrieben bereits eine Bodega in Rioja (Izadi) und in Toro (Vetus) und hatten einige Zeit in die Ribera de Duero geschaut. Pedro Cuadrado deutete auf sein Interesse hin, sein Weingeschäft und seinen Nachlass in guten Händen zu lassen. Die Anton reagierten und wurden bald Eigentümer eines der spektakulärsten Weinberge der Ribera del Duero. Nach dem Wiederaufbau der Bodega und der Wiederherstellung des Weinbergs wurde Villacreces 2007 neu gestartet. (Quelle: Home-Page Finca Villacreces)

Der 2006 Nebro besteht aus Tempranillo-Trauben von einem einzigen Weinberg der gerade mal 1,2 Ha groß ist. Im Jahr 2006 konnte eine Produktionsmenge von 2.964 Flaschen eingefahren werden und gehört der Nebro zu den rarsten Tropfen unter den spanischen Spitzenweinen.

Nach dem spektakulären Jahrgan 2001 des Nebro (RP 98 Punkte) hat man erst wieder 2005 und 2006 diesen Wein produziert.

Im Glas präsentiert sich der Wein in einem dunklen Rubin, klar und hellen Randreflexen. In der Nase saftige Frucht, dunkle Beeren, und Vanillenoten. Am Gaumen viele feinmaschige Tannine, viel Druck, trotzdem elegant, dunkle Beeren, schöne Süße, langer Abgang! Super Spanier!

Punkte: FR 17,5

Nr.WeinPunkteSchnittRanking
APMarchese Antinori, Tenuta Montesina, Cuvee Royale, Brut, Franciacorta 2018   
1Domaine Weinbach, Elsaß, Gewürztraminer, Altenburg 2015100,016,7Platz: 9
2Weingut Dr. Werheim, Pfalz, Riesling Dachsberg 2017102,517,1Platz: 8
3Daomaine Mark Morey, Burgund, Chassagne Montrachet, Chardonnay, 2011107,017,8Platz: 5
4Gaja, Pieve Santa Restituta, Toskana, Sangiovese Grosso, Brunello 2007106,017,7Platz: 6
5Paul Achs, Burgenland, Blaufränkisch, Ungerberg 2009103,017,2Platz: 7
6Domain Joblot Givry, Clos du Ceilier Aux Moines, Burgund, Pinot Noir 2005110,018,3Platz: 1
7Heitz-Cellar, California, Napa Valley Cabernet Sauvignon 20070,00,0Kork
8San Giusto A Rentennano, La Ricolma, Toskana, Merlot 2011108,018,0Platz: 3
9Massolino, Vigna Rionda Riserva, Piemont, Barolo, Nebbiolo 2010109,518,3Platz: 1
10Finca Villacreces, Ribera del Duero, Nebro, Tempranillo 2006107,517,9Platz: 4
SWFeiler Artinger, Ruster Ausbruch, Cuvee aus Welschriesling und Chardonnay, 2002   
SWG.D. Vajra, Moscato D´Asti, Piemont, Muskateller, 2018   
ASChateauneuf Du Pape, Tardieu Laurant, Rhone, Frankreich 2010   
ASChateau De Fieuzal, Pessac Leognan, Cru Classe de Graves, Bordeaux 2004   
ASMusella, Senza Titolo, Amarone della Valpolicella, 2007   

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