Weinrunde 18.01.

Am vergangenen Wochenende hat sich die Münsterer Weinrunde bei mir getroffen. Unter dem Motto: „Es ist nicht kompliziert, sondern nur eine Herausforderung :-))“ wurden 2er Flights präsentiert, die wesentliche gemeinsame Merkmale aufweisen.

Zum Aperitif wurde ein hervorragender Prosecco von Vincenzo Toffoli gereicht, zum Essen gab es Brettljause in 3 Gängen (kalt geräucherter Saibling, Schweinsbraten vom Grill und eine Käseplatte mit regionalen Spezialitäten).

Den Anfang machten 2 Weisswein-Flights. Im ersten Flight traf die Wachau auf das Kamptal, beide aus dem sehr guten Jahrgang 2015. Die grünen Veltliner „Loibnerberg Smaragd“ von FX Pichler und „Renner 1. Lage“ von Schloss Gobelsburg waren fast ebenbürtig. Der Smaragd aus der Wachau hatte mit 17,4 Punkten die Nase knapp vor dem Kamptal mit 17,3 Punkten. Der GV
von FX war ein typischer Vertreter seiner Sorte, beim GV aus dem Kamptal war die Zuordnung als GV schwieriger.

Im 2. Weisswein-Flight matchte sich die Schweiz mit Frankreich, genauer gesagt Graubünden mit dem Burgund. Der Chardonnay „Cicero M“ vom ehemaligen Weinbau Cicero hatte hier mit 16,6 Punkten das Nachsehen, der Chablis Premier Cru „Les Montmains“ von der Domaine Laroche ging mit 17,7 Punkten als Sieger hervor.

Danach gingen die Rotwein-Flights an den Start. In der ersten Paarung stellte ich 2 typische Blaufränkisch aus dem Burgenland, beide aus dem Jahrgang 2008 (dem Geburtsjahr meiner ersten Tochter) gegenüber. Der BF „Chevalier“ vom Rotweingut Iby aus dem Mittelburgenland hat 16,5 Punkte erreicht, der BF „Point“ von Weingut Kollwentz aus der Region Leithaberg DAC erreichte 17,8 Punkte. Der BF von Iby hat seinen Höhepunkt sicher erreicht, beim BF Point zeigt sich das Potential dieses Weines, er wird auch in Zukunft Trinkspaß bieten.

Der 2. Flight entführte nach Italien, besser gesagt in die Toskana. Ich habe 2 sortentypische Vertreter der Rebe Sangiovese aus dem Jahrgang 2011 (dem Geburtstjahr meiner zweiten Tochter) gebracht. Der Chianti Classico Gran Selezione vom Weingut Rocca die Montegrossi erreichte 17,9 Punkte und wurde damit 3. des Abends. Sein Vergleichswein Vigna Flavia Sangiovese Toscana IGT von Colle Santa Mustiola belegte mit 17,1 Punkten den 10. Rang.

Flight 3 ging zurück nach Österreich. 2 Cuveés aus dem Jahr 2008 standen sich gegenüber: „Anna-Christina“ vom Weingut Netzl aus dem Carnuntum und die Cuveé „Imperial Rot“ vom Schloss Halbturn aus der Region Neusiedlersee. Beide Weine zeigten sich als klassische Vertreter für Österreich, neben den internationalen Rebsorten Cabernet und Merlot war im Carnuntum auch
Zweigelt enthalten, während beim „Imperial“ neben Cabernet Franc auch der regionstypische Blaufränkisch dabei ist. Beide Weine haben großen Anklang gefunden, „Anna-Christina“ wurde mit 18 Punkten (2. Gesamtrang) und „Imperial“ mit 18,1 Punkten (1. Rang und damit Sieger des Abends) bewertet.

Zur letzten Runde wurde es wieder reinsortig. Die internationale Rebsorte „Syrah“ aus vielleicht weniger dafür typischen Ländern bzw. Regionen machte den Abschluss. Der Schweizer Vertreter „Fläscher Syrah“ vom Weingut Adank in Graubünden und der Syrah „A Pice“ vom Weingut Stefano Amerighi aus der Toskana standen sich gegenüber. Der Italiener wurde mit 17,9 Punkten und
dem damit 3. Gesamtrang belohnt, für den Schweizer wurden 17,6 Punkte (7. Rang) vergeben. Alles in allem eine sehr gelungene und unterhaltsame Runde. Der Korkteufel hat uns verschont, die Weine haben durchwegs Anklang gefunden. Ich freue mich auf unseren nächsten Event. Zur Übersicht nochmals die jeweils ersten 3 Weine der Gesamtwertung, getrennt nach Rot- und Weißweinen:

Weiss:

1. GV „Loibnerberg“ Smaragd 2015, FX Pichler
2. GV „Renner“ 1. Lage 2015, Schloss Gobelsburg
3. CH „Chablis Premiere Cru Montmains 2014, Domaine Laroche

Rot:

1. „Imerpial rot“ 2008, Schloss Halbturn
2. „Anna-Christina“ 2008, Franz und Christine Netzl
3. Syrah „A Pice“ 2011, Stefano Amerighi
3. „Chianti Classico Gran Selezione“ 2011, Rocca di Montegrossi

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