Weinrunde OLKA Supporter – März 2026

Ein herzliches Dankeschön an alle, die bei der Weinrunde OLKA dabei waren – schön, dass ihr euch die Zeit genommen habt!

Hier ist das Ranking der verkosteten Weine – viel Spaß beim Nachlesen und Erinnern an den Abend!

Der Garage Caveau Riesling Paradiesgarten 2023:

ist ein kleiner, handwerklicher Premium-Riesling aus der Pfalz mit sehr limitierter Produktion (ca. 800 Flaschen).

Er zeigt sich fein, frisch und mineralisch mit Aromen von Orange, Pfirsich und Mirabelle sowie klarer Struktur und Spannung. Der Ausbau erfolgt spontan vergoren, unfiltriert und ohne Schönung, was den puristischen, terroirgeprägten Stil unterstreicht.

Die Lage Paradiesgarten in Deidesheim sorgt durch Höhe und Waldrand für einen kühlen, eleganten Charakter trotz Pfälzer Herkunft.

Der Wein hat hohes Reifepotenzial (bis 2035+), gehört preislich mit etwa 60–65 € in die obere Klasse und ist eher ein Insider-/Nischenwein für Liebhaber charakterstarker Rieslinge.

Der 2015er Grüner Veltliner Smaragd Vinotheksabfüllung vom Weingut Knoll:

zeigt sich als kraftvoller, gereifter Wachauer Spitzenwein mit viel Tiefe und Eleganz. In der Nase verbinden sich reife gelbe Fruchtaromen wie Apfel und Aprikose mit feiner Würze, Pfeffer und deutlicher Mineralität.

Am Gaumen wirkt er dicht und strukturiert, mit reifer, aber lebendiger Säure, salzigem Nachhall und langem, würzigem Finale. Insgesamt ein komplexer, vielschichtiger Grüner Veltliner mit großem Reifepotenzial und klassischem Smaragd-Charakter.

Der Louis Jadot Meursault „Les Tillets“ 2018:

ist ein klassischer, trockener Weißwein aus dem Burgund, der die typische Stilistik der Region gut widerspiegelt. In der Nase zeigt er reife Aromen von Birne, Pfirsich und Zitrus, ergänzt durch feine Noten von Mandel sowie dezente Butter- und Holzanklänge.

Am Gaumen wirkt er ausgewogen und elegant mit einer frischen, mineralischen Struktur, mittlerem bis vollem Körper und einer feinen Säure, die in einem langen, harmonischen Abgang mündet. Insgesamt ein hochwertiger, zugänglicher Meursault mit guter Balance zwischen Fülle und Frische, der bereits gut trinkbar ist und sich noch leicht weiterentwickeln kann.

Der Domaine Drouhin-Laroze Chambertin-Clos de Bèze Grand Cru 2014

ist ein klassischer, strukturbetonter Pinot Noir aus Gevrey-Chambertin, der weniger auf üppige Frucht als auf Eleganz, Tiefe und Langlebigkeit setzt. In der Nase zeigen sich Aromen von dunklen Kirschen und Walderdbeeren, begleitet von floralen, leicht würzigen und mineralischen Noten wie Veilchen, Pfeffer und Graphit.

Am Gaumen wirkt der Wein eher straff und linear mit feiner Säure, präsenten Tanninen und einem langen, mineralisch geprägten Abgang. Insgesamt präsentiert er sich noch eher verschlossen, mit viel Potenzial zur weiteren Entwicklung hin zu komplexeren, tertiären Aromen, und ist ein Wein, der Geduld belohnt.

Der Kopp von der Crone Visini „Irto“ 2020

aus Barbengo im Tessin ist ein ambitionierter, moderner Rotwein, der sich klar über dem typischen Merlot-Niveau der Region bewegt. Als Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und weiteren Rebsorten zeigt er einen Bordeaux-inspirierten Stil mit internationalem Charakter, kombiniert mit einer gewissen alpinen Frische. Durch lange Maischegärung und Ausbau im Barrique entsteht ein strukturierter, dichter Wein mit Aromen von dunklen Beeren, Pflaume, Cassis sowie würzigen und leicht rauchigen Noten wie Pfeffer, Lakritz und Mokka. Am Gaumen wirkt er elegant und kraftvoll zugleich, mit reifen Tanninen, gut integrierter Säure und einem langen, sauberen Abgang. Insgesamt ist der „Irto“ ein sehr präzise gemachter, moderner Premium-Blend mit viel Tiefe und Entwicklungspotenzial, der bereits gut zugänglich ist, aber noch deutlich reifen kann.

Der Weingut Gernot und Heike Heinrich Salzberg 2009

zählt zu den bedeutendsten Rotweinen aus dem Burgenland und gilt als österreichischer Klassiker im Premiumsegment. Die Cuvée aus Merlot, Blaufränkisch und Zweigelt stammt aus der Lage Salzberg bei Gols und spiegelt mit ihrem Ausbau in großen Holzfässern sowie der biodynamischen Arbeitsweise einen kraftvollen, zugleich mineralisch geprägten Stil wider.

In der Nase zeigt er reife dunkle Beeren, Kirsche und würzige, balsamische Noten, ergänzt von Nuancen wie Nougat, Tabak und dunkler Schokolade, während am Gaumen eine dichte Struktur mit eleganter Frische, gut integrierten Tanninen und einem langen, salzig-mineralischen Abgang überzeugt. Nach 17 Jahren präsentiert er sich in einer idealen Reifephase mit noch vorhandener Frucht und großer Komplexität, wobei er weiterhin Entwicklungspotenzial besitzt und besonders in Kombination mit kräftigen Speisen seine ganze Tiefe zeigt.

Der Château Petit Village Pomerol 1998

ist ein klassischer Vertreter der Appellation mit solider Qualität und eher zurückhaltendem Stil im Vergleich zu den großen Namen aus Pomerol. Die Cuvée aus überwiegend Merlot zeigt eine reife, dunkle Frucht von Kirsche und Pflaume, begleitet von erdigen, leicht ledernen und tabakartigen Noten, die typisch für die Reifephase sind.

Am Gaumen präsentiert sich der Wein mittelkräftig mit noch vorhandenen, aber gut integrierten Tanninen, einer stabilen Säurestruktur und einem eher klassischen, nicht üppigen Charakter. Nach über zwei Jahrzehnten befindet er sich in einem fortgeschrittenen Reifestadium, in dem tertiäre Aromen dominieren und die Frucht langsam in den Hintergrund tritt, sodass er jetzt am besten zu genießen ist, bevor er weiter an Spannung verliert.

Der Luce 2013

ist ein klassischer Supertoskaner aus der Zusammenarbeit der Familien Frescobaldi und Mondavi und verbindet Sangiovese und Merlot zu einem kraftvollen, zugleich eleganten Rotwein mit internationalem Stil. Im Glas zeigt er eine tiefe, komplexe Aromatik von dunklen Beeren wie Brombeere und schwarzer Kirsche, ergänzt durch balsamische Kräuter, Gewürze, etwas Tabak sowie Noten von dunkler Schokolade und Espresso.

Am Gaumen wirkt er vollmundig und strukturiert mit präziser, noch tragender Säure und gut integrierten Tanninen, die dem Wein Rückgrat und Langlebigkeit verleihen. Nach über einem Jahrzehnt präsentiert er sich in einem sehr harmonischen Reifezustand mit bereits ausgeprägter tertiärer Entwicklung, bleibt dabei aber frisch und entwicklungsfähig und zeigt die typische Balance aus Tiefe, Würze und moderner Eleganz.

Der Ornellaia 2001

präsentiert sich heute in einem deutlich fortgeschrittenen Reifestadium, in dem die ursprüngliche Frucht bereits stark in den Hintergrund getreten ist und die tertiären Aromen klar dominieren. In der Nase zeigen sich vor allem Noten von Leder, Tabak, Erde und feiner Würze, begleitet von dezenter, reifer dunkler Frucht im Hintergrund.

Am Gaumen wirkt er weich und harmonisch, mit weitgehend integrierten Tanninen, sanfter Struktur und einem eleganten, reifen Charakter, der mehr von Komplexität als von Frische lebt. Insgesamt ein sehr gereifter, klassischer Supertoskaner, der seinen Höhepunkt erreicht hat und nun seine ganze Reife und Tiefe zeigt.

Der Casa Castillo Las Gravas 2020

aus der DO Jumilla gehört zu den herausragenden Rotweinen der Region und zeigt eindrucksvoll, wie elegant und präzise ein Monastrell geprägt sein kann. In der Nase verbinden sich fein duftende, dunkle Fruchtaromen mit floralen Noten, mediterranen Kräutern und einer klaren mineralischen Würze, während am Gaumen eine konzentrierte, aber zugleich sehr fokussierte Struktur mit reifer schwarzer Beerenfrucht, lebendiger Säure und fein eingebundenen Tanninen überzeugt.

Der Wein wirkt kraftvoll, bleibt dabei jedoch stets ausgewogen und frisch, mit einem langen, präzisen Nachhall. Insgesamt präsentiert sich der Las Gravas 2020 als eleganter, terroirbetonter Spitzenwein mit viel Tiefe und Energie, der bereits sehr zugänglich ist, aber weiterhin Entwicklungspotenzial besitzt.

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