
Das ist grundsätzlich nicht falsch. Aber dass diese Rebsorte auch noch in vielen anderen Ländern angebaut wird, entzieht sich der Kenntnis von so manchem Weinenthusiasten. Ok … der eine oder andere denkt natürlich noch an Ungarn (Kekfrankos) und auch an Deutschland (Lemberger). Aber nur die wenigsten haben Slowenien (Modra Frankinja), Kroatien (Frankovka), Rumänien (Frankovka) oder gar Tschechien (Frankovka) und die Slowakei (Frankovka) auf dem Schirm.
Die KI bastelt sogar folgendes globale Bild in Bezug auf angebauter Blaufränisch-Rebfläche:
1. Ungarn – 8.500 ha
2. Österreich – 7.500 ha
3. Deutschland – 1.900 ha
4, Slowenien – 1.100 ha
5. Serbien – 1.100 ha
6. Slowakei – 950 ha
7. Tschechien – 650 ha
8. Kroatien – 350 ha
9. Italien – 250 ha
10. USA – 150 ha
11. Australien – 50 ha
Wie auch immer: am Karfreitag durften meine Frau und ich zu unserer Geburtstagsweinrunde einladen. Die Challenge für unsere Gäste war folgende:
10 Weine (2x weiß, 8x rot),
nur 2 Rebsorten (8x Blaufränkisch, 2x San Giovese … um es nicht allzu einfach zu machen ?).
Die BF kamen aus IT, SI, HR, HU, DE und natürlich AT.
Erkenne die beiden Rebsorten und – wie bei BINGO – nenne sie sobald erkannt.
Was soll ich sagen: es war offensichtlich gar nicht so einfach.
Dass die beiden weißen Weine ‚blancs de noirs‘ (Silvia Heinrich, Iby) waren, war fast allen rasch klar. Man denkt zunächst an Merlot oder Pinot Noir – aber Blaufränkisch?
Nach Wein #7 kamen die Weinfreunde dann auf die Lösung BF + SG.
die Siegerweine des Abends:
1. Szekszard Kekfrankos Szivem, Heimann & Fiai, 2020 (18,4 Pkte)
2. Blaufränkisch Gritschenberg, Anita & Hans Nittnaus, 2018 (18,2 Pkte)
3. Lämmler Lemberger, Schnaitmann, 2022 (18,1 Pkte)
Doris verwöhnte die Weinfreunde mit folgendem Menü:
- Weinbergschnecken von der Kaiserschnecke Ellmau & Käferbohnenaufstrich
- Asiatische Lauchsuppe (Alexander Herrmann)
- Fischlaibchen auf warmem Gurkengemüse (Lafer)
- Tagliatelle mit vegetarischem Ragu aus dem Ofen (Ottolenghi)