{"id":865,"date":"2009-12-09T10:42:27","date_gmt":"2009-12-09T09:42:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/?p=865"},"modified":"2009-12-09T10:44:25","modified_gmt":"2009-12-09T09:44:25","slug":"es-muss-nicht-immer-vernatsch-zum-torggelen-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/es-muss-nicht-immer-vernatsch-zum-torggelen-sein\/","title":{"rendered":"Es muss nicht immer Vernatsch zum T\u00f6rggelen sein"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem uns unser Mentor Andy im Mai bei der Besichtigung seines Weinkellers einige echte Kapazunder kredenzt hatte, war es uns schon seit l\u00e4ngerem ein Anliegen, uns daf\u00fcr zu revanchieren.<\/p>\n<p>Die Kaufoption eines wahrhaft gro\u00dfen Bordeaux &#8211; mehr dazu sp\u00e4ter &#8211; lieferte uns endlich den Anlass dazu. Hansi hatte die Idee, diese Flasche mit einigen &#8222;Topgschicht&#8217;n&#8220; aus unseren Kellern zu erg\u00e4nzen und ein T\u00f6rggelen zu organisieren. Seine Gattin Sabrina reichte uns eine K\u00fcrbis-Karotten-Suppe mit steirischem K\u00fcrbiskern\u00f6l, die alle G\u00e4ste auf &#8222;Betriebstemperatur&#8220; brachte. Nach den kalten Platten mit allerhand Spezialit\u00e4ten gab es die traditionellen &#8222;Keschtn&#8220;, denen noch eine s\u00fc\u00dfe \u00dcberraschung folgte: Brat\u00e4pfel &#8211; und zwar echte Leder\u00e4pfel &#8211; mit einer Nussf\u00fclle.<\/p>\n<p>Nun aber zum eigentlichen Highlight des Abends &#8211; den Weinen:<\/p>\n<p><strong>Alzinger Smaragd Steinertal Gr\u00fcnter Veltliner, 2006 aus Hansi&#8217;s Keller<\/strong><\/p>\n<p><strong>Azienda Montepelose, Nardo 2001 aus Frank&#8217;s Keller:<\/strong><\/p>\n<p>Der Cuvee aus Sangiovese, Montepulciano und Cabernet Sauvignon zeigte sich in ausgezeichneter Form. Seine Trinkreife\u00a0war bereits erreicht und wird sich sicher noch 5 bis 7 Jahre halten. In der Nase sehr angenehm nach Gew\u00fcrzen und Kr\u00e4utern. Am Gaumen nach dunklen Beeren und Schokolade. S\u00e4ure gut eingebunden. Moderne Stilistik. Abgang mittel bis lang. Bedauerlicher Weise hat dieser Wein ein sehr schlechtes Preis-\/Leistungsverh\u00e4ltnis. Um ca. \u20ac 70,00 kann mich sich auch etwas Besseres unter den Christbaum legen.<\/p>\n<p><strong>Almaviva, 1998 von Chateau Mouton Rothschild und Vinas Concha y Toro aus Wolfgang&#8217;s Keller:<\/strong><\/p>\n<p>Die Cuve\u00e9 aus Cabernet Sauvignon, Cabernet franc und Merlot pr\u00e4sentierte sich mit einem dichten Rubinrot im Glas. Ebenso kompakt waren die Aromen nach schwarzen Johannisbeeren, Eukalyptus und etwas Minze. Die Komplexit\u00e4t setzte sich am Gaumen fort und endete in einem langen Abgang.<\/p>\n<p><strong>Gesellmann, Cuve\u00e9 G, 2004 aus Hansi&#8217;s Keller:<\/strong><\/p>\n<p>Blaufr\u00e4nkisch\/St. Laurent: tiefdunkles Rubin mit schwarzem Kern, klar, sauber, Aromen von dunklen Beeren, Lakritze, Pflaumen + leichte Zimtnoten, am Gaumen mineralisch, extrem vielschichtig mit vielen weichen samtigen Tanninen &#8211; komplexer K\u00f6rper, mittlere S\u00e4ure &#8211; extrem langer Abgang,\u00a0 Potential mind. 15 &#8211; 20 Jahre &#8211; eigentlich Kindsmord, aber mit Sicherheit einer der besten \u00f6sterreichischen Rotweine!<\/p>\n<p><strong>Fattoria di Nozzole, Il Pareto, 2001 aus Hansi&#8217;s Keller:<\/strong><\/p>\n<p>toller reinsortiger Cabernet Sauvignon aus der Toskana: blickdichtes Rubin, klar, sauber, intensive Cassis-Noten, dunkle Beeren, leichte Vanillenote, hohe S\u00e4ure (sehr gut eingebunden), hoher Alkohol, viele weiche samtige Tannine, m\u00e4chtiger K\u00f6per, langer Abgang.<\/p>\n<p><strong>Chateau Rol Valentin, 1996 aus Wolfgang&#8217;s Keller:<\/strong><\/p>\n<p>Der ganz traumhafte St. Emilion (90 % Merlot, 5 % Cabernet Sauvignon, 5 % Cabernet franc) zeigte seine rubin-purpurne Farbe, ehe die Aromen nach Blumen, Johannisbeeren, Kirschen, Rauch, Lik\u00f6r und Gew\u00fcrzen in der Nase ankamen. Ein mittlerer bis voller K\u00f6rper mit dezenter S\u00e4ure und cremiger Textur rundeten das Erlebnis f\u00fcr alle Sinne ab.<\/p>\n<p><strong>Masciarelle, Villa Gemma, 1999 aus Frank&#8217;s Keller:<\/strong><\/p>\n<p>Der Villa Gemma ist ein reinsortiger Wein aus der Rebsorte Montepulciano d&#8217;Abbruzzo aus der Lage San Martino, San Marrucina. Trotz seiner 10 Jahre pr\u00e4sentierte sich der Wein jugendlich mit rubinroten Reflexen. Intensiver Duft nach Brombeeren und Leder. Am Gaumen straff und engmaschig, S\u00e4ure gut eingebunden, muskul\u00f6s, mit einem langen Abgang. Potenzial sicher noch 10 Jahre. Ein Wein zum genie\u00dfen und nachkaufen!<\/p>\n<p><strong>Chateau Margaux, 1988 <\/strong><\/p>\n<p>Beim Chateau Margaux, 1988 handelte es sich nat\u00fcrlich um den gro\u00dfen Bordeaux, der uns &#8211; wie bereits eingangs erw\u00e4hnt &#8211; zu einem fairen Preis angeboten wurde und um den dieses T\u00f6rggelen aufgebaut wurde. Der Wein war zweifelsohne das Highlight des Abends: klares Granat, in der Nase \u00fcberhaupt noch kein Spur von Terti\u00e4raromatik, ganz im Gegenteil immer noch unglaubliches Cassis, dunkle Beeren, leichte Ledrigkeit, sehr mineralisch, am Gaumen moderate S\u00e4ure, viele samtige Tannine, langer Abgang, komplexer Wein &#8211; wir haben wirklich eine tolle Flasche erwischt!<\/p>\n<p><strong>Pittnauer, Franz Josef 2002 in der Magnum aus Hansi&#8217;s Keller:<br \/>\n<\/strong>Absacker: 50% Cabernet\u00a0Sauvignon \/ 50% Zweigelt, dunkles Granatrot, klar, sauber, intensive Weichselnoten, leichte R\u00f6staromen, mittlere S\u00e4ure, viele weiche Tannine, mittlerer bis langer Abgang &#8211; tolles Preis-\/Leistungsverh\u00e4ltnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem uns unser Mentor Andy im Mai bei der Besichtigung seines Weinkellers einige echte Kapazunder kredenzt hatte, war es uns schon seit l\u00e4ngerem ein Anliegen, uns daf\u00fcr zu revanchieren. 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