{"id":5726,"date":"2025-01-21T18:49:00","date_gmt":"2025-01-21T17:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/?p=5726"},"modified":"2025-01-22T23:46:11","modified_gmt":"2025-01-22T22:46:11","slug":"6-laender-mit-je-2-weinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/6-laender-mit-je-2-weinen\/","title":{"rendered":"6 L\u00e4nder mit je 2 Weinen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Mit etwas Versp\u00e4tung aus terminlichen Gr\u00fcnden durfte ich am vergangenen Freitag meine Geburtstagsverkostung nachholen. Als Motto w\u00e4hlte ich diesmal je 2 Weine aus 6 verschiedenen L\u00e4ndern. Die edlen Tropfen durften wieder ein herrliches Men\u00fc meiner Gerda, f\u00fcr das ich mich ganz herzlich bedanken m\u00f6chte, begleiten. Bei meinen G\u00e4sten m\u00f6chte ich mich f\u00fcr das tolle Geschenk, die gute Stimmung und das lange Durchhalteverm\u00f6gen bedanken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Nach einem Begr\u00fc\u00dfungs-Champagner von Baron Albert startete die Verkostung in \u00d6sterreich: Der <strong>Gr\u00fcne Veltliner Achleiten Smaragd 2015 von Prager<\/strong> war sehr sortentypisch ausgebaut und \u00fcberzeugte mit sch\u00f6ner Mineralik, wof\u00fcr es von Falstaff 94 Punkte und von uns <strong>17,7 Punkte (Rang 3 bei den Wei\u00dfweinen)<\/strong> gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Der zweite \u00d6sterreich-Vertreter war der <strong>Riesling Kellerberg Smaragd 2015 von Franz Xaver Pichler<\/strong>. In der Nase ein herrlicher Mix von Marille und Pfirsich sowie etwas Tropenfr\u00fcchte. Sehr sch\u00f6n strukturiert und ein extrem langes Finale &#8211; ein wahrhaft gro\u00dfer Wachauer. <strong>17,9 Punkte brachten den Tagessieg bei den Wei\u00dfweinen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Als zweites Land startete Deutschland mit dem <strong>Wei\u00dfburgunder Wehlener Klosterberg * 2015 von Markus Molitor an der Mosel.<\/strong> Elegant und feingliedrig, in der Nase etwas Litschi und dann mit sch\u00f6nem Schmelz &#8211; aber nie wuchtig, sondern angenehm und ausbalanciert. Zwischen den Rieslingen tat sich dieser Wein etwas schwerer und mit &#8222;nur&#8220; <strong>17,6 Punkten gab es Rang 4 bei den Wei\u00dfweinen<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Weiter ging es wieder etwas s\u00fcdlich: Der <strong>Riesling Kastanienbusch Gro\u00dfes Gew\u00e4chs 2017 von \u00d6konomierat Rebholz an der S\u00fcdlichen Weinstra\u00dfe in der Pfalz<\/strong> war schon von James Suckling mit 92 Punkte geadelt worden. Wundersch\u00f6ne, fast animalische Aromatik nach Rauch und Feuerstein mit etwas Pfeffer &#8211; dann Pfirsich und Marille vom Riesling aber auch bei einzelnen etwas Zitrusfrucht. Sch\u00f6n eingebundene S\u00e4ure, sehr dicht und langer Abgang. Mit <strong>17,9 Punkten durfte er sich den Tagessieg bei den Wei\u00dfweinen<\/strong> mit seinem Sortenkollegen aus der Wachau teilen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:41% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/salenegg-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5729 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/salenegg-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/salenegg-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/salenegg-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/salenegg-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/salenegg-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Bei den Rotweinen starteten wir dann mit zwei Weinen aus der Schweiz und &#8211; etwas \u00fcberraschend &#8211; holte sich gleich der erste Wein mit<strong> 18,3 Punkten den Tagessieg<\/strong>: Den <strong>Pinot Noir Barrique 2010 vom Schlo\u00df Salenegg in Maienfeld in Graub\u00fcnden<\/strong> hatten wir bei unserer Weinreise 2021 als wahres Schn\u00e4ppchen direkt im Schlo\u00df erstanden. Eine wundersch\u00f6ne Wildkirschnase unterlegt mit Waldbeeren und etwas Cassis begeisterte uns. Danach sch\u00f6ne weiche Tannine, gut integriertes Holz mit nur einem Hauch Vanille und angenehmer Schweizer K\u00fchle. <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 43%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Ebenfalls aus<strong> Graub\u00fcnden <\/strong>kam der <strong>Pinot Noir 2012<\/strong> von unseren Freunden von <strong>Ciprian Rebbau<\/strong>. Dieser Wein war in seiner Machart doch komplexer und wohl auch etwas schwerer als sein Vorg\u00e4nger zu verstehen. F\u00fcr mich ein gro\u00dfer Burgunder und mit <strong>18,1 Punkten gab es auch Rang 3 an diesem Tag<\/strong>. <\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"665\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ciprian-1024x665.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5730 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ciprian-1024x665.jpg 1024w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ciprian-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ciprian-768x499.jpg 768w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ciprian-1536x998.jpg 1536w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ciprian-2048x1331.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreich war das vierte Land an diesem Abend und den Auftakt machte <strong>Ch\u00e2teau Gruaud Larose 2017 aus Saint-Julien (2\u00e8me Grand Cru Class\u00e9).<\/strong> Die Cuv\u00e9e aus <strong>Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc<\/strong> pr\u00e4sentierte sich leider etwas zur\u00fcckhaltend &#8211; ja sogar verschlossen &#8211; obwohl wir einen Fehler ausschlossen. Vermutlich hat sich wieder einmal gezeigt, dass 7 Jahre Wartezeit f\u00fcr einen Bordeaux zu wenig sind. <strong>17,0 Punkte war die niedrigste Wertung an diesem Abend. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Wesentlich zug\u00e4nglicher war dann die <strong>Cuv\u00e9e Anonyme 2009 von Vignon Xavier aus Ch\u00e2teuneuf-du-Pape<\/strong>. <strong>25 % Grenache, 25 % Mourv\u00e9dre, 25 % Syrah, 10 % Counoise, 10 % Cinsault und 5 % Vaccarese <\/strong>erhielten schon vom Weinpapst Robert Parker 96 Punkte. Blickdicht, ja fast schwarz im Glas folgte ein \u00fcppiges wuchtiges Bouquet nach Beeren, Kirsche, Zwetschken aber auch Karamell, dunkle Schokolade und etwas Rauch. Am Gaumen die volle Power, schweres Tannin und erst nach einigen Schlucken offenbarte diese Weine seine einzelnen Aromen. Wir vergaben <strong>17,9 Punkte (Rang 4). <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Italien war die vorletzte Station unserer kleinen Weinreise &#8211; genauer gesagt das <strong>Piemont<\/strong>: Der <strong>Barbaresco Ca&#8216; del Baio 2011 von Asili Barbaresco<\/strong> war ein sehr typischer Nebbiolo-Vertreter. Etwas Kirsche mit Lakritz, Pfeffer und einem Hauch von Zimt. Am Gaumen feines Tannin &#8211; fast seidig &#8211; und langer Abgang waren uns <strong>17,875 Punkte (Rang 5)<\/strong> wert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Etwas weiter s\u00fcdlich lag die Herkunft des <strong>Brunello di Montalcino 2004 von der Tenuta Caparzo<\/strong>. Dieser <strong>Sangiovese<\/strong> wies schon deutliche Terti\u00e4raromen auf und w\u00e4re wohl nicht mehr sehr lange lagerbar gewesen. Im Glas fast schon orange, in der Nase Kirschen und dunkle Beeren, am Gaume samtiges Tannin, noch einmal Beeren und sehr gute L\u00e4nge. <strong>17,125 Punkte brachten Rang 7.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich durfte auch Spanien an diesem Abend nicht fehlen: Zuerst folge der \u00e4lteste Wein des Abends &#8211; die <strong>Gran Reserva 904 1995 von La Rioja Alta (90 % Tempranillo, 10 % Graciano).<\/strong> 30 Jahre haben diesen Wein wundersch\u00f6n reifen lassen &#8211; im Glas konnte man nur bei genauem Hinschauen den granatroten Rand erkennen &#8211; sonst immer noch dunkel rubinfarben. Die Nase nach Beeren, hinterlegt mit Gew\u00fcrzen, etwas Rauch, Tabak und auch balsamische Noten. Am Gaumen schwarze Frucht, kaum Terti\u00e4raromen, w\u00fcrzig aber dennoch elegant. Robert Parker vergab hier 96 Punkte und wir <strong>18,25 (Rang 2)<\/strong>. Das war leider die letzte Flasche dieses tollen Jahrgangs in meinem Keller.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Auch sehr sch\u00f6n gereift war der <strong>Mas d&#8217;en Compte 2006 von Celler Cal Pla aus dem Priorat. <\/strong>Die Cuv\u00e9e aus<strong> 45 % Carignan, 45 % Grenache und 5 % Cabernet <\/strong>erhielt von Robert Parker sogart 98 Punkte. Bei uns kam er allerdings nicht an seinen Vorg\u00e4nger heran. In der Nase fast Fruchtkompott mit leichten Gew\u00fcrznoten, am Gaumen mit viel Druck und extremer L\u00e4nge. Uns war das <strong>17,5 Punkte (Rang 6)<\/strong> wert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abschlie\u00dfend eine kleine Ergebnistabelle des Abends:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>1. Rang<\/strong><\/td><td><strong>Schweiz<\/strong><\/td><td><strong>36,40 Punkte<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>2. Rang<\/strong><\/td><td><strong>Spanien<\/strong><\/td><td><strong>35,75 Punkte<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>3. Rang<\/strong><\/td><td><strong>\u00d6sterreich <\/strong><\/td><td><strong>35,60 Punkte<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>4. Rang<\/td><td>Deutschland<\/td><td>35,50 Punkte<\/td><\/tr><tr><td>5. Rang<\/td><td>Italien<\/td><td>35,00 Punkte<\/td><\/tr><tr><td>6. Rang<\/td><td>Frankreich<\/td><td>34,90 Punkte<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Nach den gro\u00dfen Erfolgen der Pinot Noir an diesem Abend gab es als ersten Absacker noch einen <strong>Pinot Noir P 2015 vom Weinberghof Fritsch aus Wagram<\/strong>. Dieser Wein musste sich keinesfalls vor seinen Vorg\u00e4ngern verstecken: Helles rubinrot, dunkle Kirschen, etwas Gew\u00fcrz in der Nase; am Gaumen sehr elegant mit guter L\u00e4nge und Fruchts\u00fc\u00dfe &#8211; erinnert etwas an einen Musigny.  <br><br>Den endg\u00fcltigen Abschluss bildete dann der <strong>Chianti Classio 2019 vom Castello dei Rampolla. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit etwas Versp\u00e4tung aus terminlichen Gr\u00fcnden durfte ich am vergangenen Freitag meine Geburtstagsverkostung nachholen. Als Motto w\u00e4hlte ich diesmal je 2 Weine aus 6 verschiedenen L\u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5729,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5726","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geburtstagsrunde"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5726"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5726\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5743,"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5726\/revisions\/5743"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5729"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}