{"id":333,"date":"2009-05-04T16:00:50","date_gmt":"2009-05-04T14:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/?p=333"},"modified":"2009-05-06T11:11:54","modified_gmt":"2009-05-06T09:11:54","slug":"ich-will-originale-schaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/ich-will-originale-schaffen\/","title":{"rendered":"&#8222;Ich will Originale schaffen&#8220;"},"content":{"rendered":"<div><strong><\/strong><\/div>\n<p><strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_342\" aria-describedby=\"caption-attachment-342\" style=\"width: 282px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/roland_velich.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-342\" title=\"Roland Velich\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/roland_velich-282x300.jpg\" alt=\"Roland Velich\" width=\"282\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/roland_velich-282x300.jpg 282w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/roland_velich.jpg 647w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-342\" class=\"wp-caption-text\">Roland Velich<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Winzer Roland Velich \u00fcber die j\u00fcngsten internationalen Verkostungserfolge seiner Rotweine, die Gr\u00fcnde, warum er im Blaufr\u00e4nkisch eine gro\u00dfe Rebsorte entdeckte, den Segen (und das M\u00fchsal) der Eigensinnigkeit und die Argumente, warum er sich dagegen wehrt, seine Weine in Blindverkostungen antreten zu lassen.<\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Eben wurden die Bewertungen \u00f6sterreichischer Weine von Robert Parkers \u201eWine Advocate\u201c, der einflussreichsten Wein-Zeitschrift der Welt, ver\u00f6ffentlicht. Ihre Weine schnitten dabei au\u00dfergew\u00f6hnlich gut ab. Die \u201eMoric Blaufr\u00e4nkisch Neckenmarkter Alte Reben 2006\u201c wurden mit 95 Punkten ausgezeichnet, einer in \u00d6sterreich noch nie an einen Rotwein vergebenen Wertung. \u00dcberrascht?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Auf jeden Fall sehr erfreut. Nicht ganz \u00fcberrascht, denn David Schildknecht, der f\u00fcr Robert Parker die \u00f6sterreichischen Weine bewertet, hatte unsere Weine schon in den letzten Jahren sehr, sehr gut bewertet. Und er wies bereits im letzten Jahr auf die herausragenden Qualit\u00e4ten des Jahrgangs 06 hin: der sei \u201eat least\u201c so gut wie der 04er. Ich war also nicht unbedingt \u00fcberrascht, aber sehr erfreut.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Sie haben sich den Bewertungen \u00f6sterreichischer Fachmedien in den letzten Jahren konsequent entzogen, deshalb kommt Ihre Freude \u00fcber die Parker Punkte f\u00fcr manche vielleicht \u00fcberraschend.<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Ich habe sehr viele \u00f6sterreichische Journalisten eingeladen, in meinen Keller zu kommen und sich \u00fcber die vielen verschiedenen Formen der Vinifikation, die wir am Weingut vornehmen, zu informieren. Allein, es kam niemand. David Schildknecht nahm die lange Reise von der amerikanischen Ostk\u00fcste ins Burgenland auf sich und widmete der Verkostung meiner Weine einige Stunden. Er kostete intensiv und immer wieder, machte sich seine Notizen und war in Folge in der Lage, au\u00dferordentlich genau \u00fcber den Wein zu schreiben: weil er ihn verstanden hatte.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Sie kritisieren auf diese Weise durch die Blume die in \u00d6sterreich g\u00e4ngige Methode der Blindverkostung, bei der die Tester eine Vielzahl von Weinen verkosten, ohne ihre Herkunft zu kennen. Ist das nicht die viel aufschlussreichere Methode, um sich nicht von Herkunft oder Image eines Weins blenden zu lassen?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Eben nicht. Bei Blindverkostungen werden in der Regel Weine eines derzeit g\u00e4ngigen Stils bevorzugt, der auf Alkoholeinsatz, Intensit\u00e4t von Toasting und neuem Holz, insgesamt auf Opulenz, Wucht und Kraft aufbaut. Raffinesse verliert bei Blindverkostungen immer.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Warum?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Der Gaumen ist einfach nicht daf\u00fcr geschaffen, 30 bis 50 Proben innerhalb weniger Stunden zu verkosten. Daf\u00fcr ist auch der Wein nicht gemacht. Der Wein ist daf\u00fcr gemacht, dass man Zeit mit ihm verbringt und genussvoll seine Qualit\u00e4ten erforscht.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Im Klartext: Weine, die nicht der g\u00e4ngigen Stilistik folgen, werden bei Blindverkostungen schlecht bewertet?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Ja, klar. Elegante und feinfruchtige Weine, die noch dazu daf\u00fcr gemacht sind, sich langsam, zuerst im Fass und dann in der Flasche, zu entwickeln, zeigen ihre Qualit\u00e4ten, wenn sie jung verkostet werden, nur sehr verhalten. Die haben in einer Verkostung mit den g\u00e4ngigen, wuchtigen Weinen \u00fcberhaupt keine Chance. Deshalb habe ich meine Weine bei \u00f6sterreichischen Verkostungen nicht mehr angestellt.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Die Stilistik Ihrer Weine unterscheidet diese, wie Sie selbst beschreiben, stark vom g\u00e4ngigen Ideal f\u00fcr einen \u00f6sterreichischen Rotwein. Sie folgen den Zielen von Mineralit\u00e4t und Terroir, w\u00e4hrend ihre erfolgreichsten Kollegen eher fruchtige, kr\u00e4ftige und holzbetonte Weine vinifizieren. Warum entschieden Sie sich, Weine gegen den Mainstream zu machen?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Das hat f\u00fcr mich viel mit dem Begriff \u201eTradition\u201c zu tun. Das Burgenland ist ein uraltes Weinland, und mich haben zum Beispiel die Weinberge in Neckenmarkt, auf den s\u00fcdlichen Ausl\u00e4ufern des \u00d6denburger Gebirges, schon immer fasziniert. Ich hatte mich schon sehr mit verschiedenen Bodenarten auseinandergesetzt, vor allem aber mit der uralten Rebensorte \u201eBlaufr\u00e4nkisch\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-355\" title=\"Zitat 1 Roland Velich\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text1.jpg\" alt=\"Zitat 1 Roland Velich\" width=\"315\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text1.jpg 315w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text1-254x300.jpg 254w\" sizes=\"auto, (max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><strong>Christian Seiler:<\/strong> Wieso ausgerechnet Blaufr\u00e4nkisch?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Weil diese Sorte in ihrer Qualit\u00e4t nicht korrumpierbar ist. Auch wenn sie ganz modern oder ein bisschen schlampig vinifiziert wurde, brachte sie interessante Ergebnisse. Ich setzte mir daher in den Kopf, herauszufinden, was geschieht, wenn ich Blaufr\u00e4nkisch-Trauben unter besten Bedingungen zu Wein verg\u00e4re. Ich wollte wissen: Was kann diese Rebsorte wirklich? Was passiert, wenn ich den Wein nicht technologisch verzerre?<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Wie kamen Sie auf die Idee, dass ausgerechnet die Blaufr\u00e4nkisch-Traube das Potenzial zu einem gro\u00dfen Wein hat?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Zuerst einmal rein theoretisch. Das Burgenland liegt am nordwestlichen Tor der pannonischen Welt, wo das Klima eher k\u00fchler ist. Die N\u00e4chte im September sind nicht mehr dr\u00fcckend hei\u00df, und da der Blaufr\u00e4nkisch erst im Oktober, oft erst Ende Oktober geerntet wird, haben die Trauben Zeit, in den k\u00fchlen N\u00e4chten raffinierte Aromen zu entwickeln. Das passte zu meiner Idee, Weine zu machen, die nicht so m\u00e4chtig und opulent sind wie in den s\u00fcdlichen Regionen oder der Neuen Welt, wo die Hitze jede Raffinesse einebnet.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Trotzdem lag es nicht auf der Hand, ganz auf Blaufr\u00e4nkisch zu setzen und f\u00fcr diesen eine neue Stilistik zu entwickeln.<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Nein, gar nicht. Aber jetzt kommt der praktische Teil. Ich hatte immer wieder alte Blaufr\u00e4nkisch-Weine gekostet, die mich an Weine ganz anderer Regionen erinnerten: an Weine aus dem Piemont, an Pinot Noir aus dem Burgund, vielleicht auch an den Syrah aus der Nord-Rh\u00f4ne. Es blitzten Gemeinsamkeiten auf.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Welche?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Teilweise die Frucht, teilweise die Struktur, teilweise die W\u00fcrze. Es gibt Herk\u00fcnfte im Burgenland, die \u00e4hnlich w\u00fcrzig sind wie Nord-Rh\u00f4ne-Syrahs, vor allem, wenn sich Blaufr\u00e4nkisch \u00fcber Jahre in der Flasche entwickeln konnte.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Meinen Sie Spitzenweine?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Nein, das ist auch bei einfach gemachten Weinen so. Bei Trauben von gewissen Weinbergen in Lutzmannsburg entwickelt sich auf diese Weise eine Gerbstoffstruktur, die \u00e4hnlich ist wie bei Nebbiolos aus dem Piemont.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-357\" title=\"Zitat 2 Roland Velich\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text2.jpg\" alt=\"Zitat 2 Roland Velich\" width=\"326\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text2.jpg 326w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text2-300x286.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 326px) 100vw, 326px\" \/><strong>Christian Seiler:<\/strong> Sie haben also ein profundes Wissen \u00fcber internationale Weine gebraucht, um das Potenzial des Blaufr\u00e4nkisch zu erahnen?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Nat\u00fcrlich. Ich bin mit Leib und Seele Winzer, und meine Begeisterung f\u00fcr Wein hat nicht an den Landesgrenzen halt gemacht. Es war klar f\u00fcr mich, dass ich mehr \u00fcber die sogenannten gro\u00dfen Weine wissen wollte: Wie schauen die Weinberge aus? Wie sind die B\u00f6den beschaffen? Wie wird geerntet? Wie wird im Keller gearbeitet? Was macht unter dem Strich einen gro\u00dfen Wein aus?<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Sie sammelten dieses Wissen, um eines Tages selbst einen gro\u00dfen Wein zu erzeugen?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Ich habe halt verglichen. Was macht den Pinot Noir vom La Tache-Weinberg so speziell? Was l\u00e4sst ihn scheinbar so weit \u00fcber allen anderen Weinen stehen?<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Und die Antwort?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Dass es nicht die Opulenz ist, nicht die gr\u00f6\u00dfere Wucht. Sondern die Grandezza eines speziellen Parfums, die einen Wein aus einer speziellen Region so unvergleichlich macht. Die Franzosen nennen das den \u201eGo\u00fbt de Terroir\u201c: den Geschmack, den ein kleines St\u00fcck Erde in Kombination mit einer Rebe hervorbringen kann. Das ist das Spezielle: die Begegnung mit der Natur. Die Kunst, etwas zuzulassen, das keine noch so raffinierte Technik je herstellen kann.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Wo haben Sie diesen \u201eGo\u00fbt de Terroir\u201c am eindrucksvollsten erlebt?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Interessanterweise in Grenzgebieten des Weinbaus. Dort, wo es die Reben schon etwas schwerer haben, wo der Weg durchs Jahr sie fordert: genau dann n\u00e4mlich ist die Rebe in der Lage, ganz Gro\u00dfes hervorzubringen.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Warum?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Weil die St\u00f6cke tiefer wurzeln m\u00fcssen und die Temperaturunterschiede hoch sind. Das finden wir in der Burgund, im Chablis, in Deutschland, wo Riesling angebaut wird, in \u00d6sterreich bei Riesling und Gr\u00fcnem Veltliner \u2013 und, meines Erachtens: ganz stark beim Blaufr\u00e4nkisch im Burgenland.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Sie haben also nur eins und eins zusammengez\u00e4hlt?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> So einfach war es nicht. Es war eher ein Versuch. Ich wollte in erster Linie einmal wissen, was m\u00f6glich ist, nat\u00fcrlich beseelt von dem Gedanken, dass ein feiner, eleganter Wein entstehen sollte, der nicht durch vordergr\u00fcndige Opulenz besticht, sondern von nachhaltigem, vom Go\u00fbt de Terroir gepr\u00e4gten Charakter. Deshalb bin ich auch gleich an zwei Orte gegangen, nach Lutzmannsburg und Neckenmarkt, in etwa zehn Kilometer von einander entfernte Weing\u00e4rten, um zu sehen, was die speziellen Konstellationen von Boden, Rebsorte und Mikroklima hervorbringen.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Sie sagen, gro\u00dfe Weine f\u00f6rdern den Geschmack ihres Herkunftsortes an die Oberfl\u00e4che. Hat der Blaufr\u00e4nkisch diese F\u00e4higkeit?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Ich glaube, mit dem Moric haben wir den Beweis erbracht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_354\" aria-describedby=\"caption-attachment-354\" style=\"width: 282px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/alte_blaufrankisch_rebe_in_lutzmannsburg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-354\" title=\"Alte Blaufr\u00e4nkisch-Rebe in Lutzmannsburg\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/alte_blaufrankisch_rebe_in_lutzmannsburg-282x300.jpg\" alt=\"Alte Blaufr\u00e4nkisch-Rebe in Lutzmannsburg\" width=\"282\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/alte_blaufrankisch_rebe_in_lutzmannsburg-282x300.jpg 282w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/alte_blaufrankisch_rebe_in_lutzmannsburg.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-354\" class=\"wp-caption-text\">Alte Blaufr\u00e4nkisch-Rebe in Lutzmannsburg<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Wie l\u00e4sst sich dieser Beweis nachvollziehen?<\/p>\n<figure id=\"attachment_353\" aria-describedby=\"caption-attachment-353\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/alte_reben_in_neckenmarkt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-353\" title=\"Alte Reben in Neckenmarkt\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/alte_reben_in_neckenmarkt-300x127.jpg\" alt=\"Alte Reben in Neckenmarkt\" width=\"300\" height=\"127\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/alte_reben_in_neckenmarkt-300x127.jpg 300w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/alte_reben_in_neckenmarkt.jpg 647w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-353\" class=\"wp-caption-text\">Alte Reben in Neckenmarkt<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Roland Velich:<\/strong> Unsere Weine, die von verschiedenen Lagen, aber aus einer Hand kommen, zeitigen v\u00f6llig verschiedene Ergebnisse. Nicht nur bei den einige Kilometer von einander entfernten Lagen in Neckenmarkt und Lutzmannsburg, sondern auch in den Einzelvinifikationen von unseren Gneis-, Lehm-, Kalk- oder Schieferb\u00f6den in Neckenmarkt. Damit ist f\u00fcr mich der Beweis erbracht, dass der Blaufr\u00e4nkisch kann, was eine gro\u00dfe Rebsorte k\u00f6nnen muss.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-358\" title=\"Zitat 3 Roland Velich\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text3.jpg\" alt=\"Zitat 3 Roland Velich\" width=\"307\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text3.jpg 307w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text3-246x300.jpg 246w\" sizes=\"auto, (max-width: 307px) 100vw, 307px\" \/><strong>Christian Seiler:<\/strong> Wer teilte zur Zeit, als Sie sich dem Blaufr\u00e4nkisch widmeten, ihre Einsch\u00e4tzung der Rebsorte Blaufr\u00e4nkisch?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Sagen wir so: es gab mehr Skeptiker als Optimisten.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Und als ihre ersten Weine des Jahrgangs 2001 auf den Markt kamen?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Da waren die Reaktionen relativ einig: das ist etwas Schlankes, D\u00fcnnes, das relativ wenig Alkohol hat, relativ wenig neues Holz. Kein neuer Superburgenl\u00e4nder. Nicht weiter interessant.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Die Skeptiker f\u00fchlten sich best\u00e4tigt?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Ja, aber es gab nat\u00fcrlich auch Menschen, denen der Versuch gegl\u00fcckt schien, zum Beispiel den Weinh\u00e4ndler Oskar Ammann in Nenzing, aber auch einige andere, und das war auch extrem wichtig f\u00fcr mich.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Allein \u00f6konomisch.<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Genau. Mein Gl\u00fcck war, dass ich bereits \u00fcber zahlreiche, auch internationale Kontakte verf\u00fcgte \u2026<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> \u2026 da Sie mit Ihrem Bruder Heinz bereits Wei\u00dfwein gemacht hatten, darunter den sehr erfolgreichen Chardonnay \u201eTiglat\u201c, der als einer der besten Wei\u00dfweine \u00d6sterreichs gilt.<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Ja. Mit dem \u201eTiglat\u201c war es uns gelungen, einer Rebsorte, die nicht in \u00d6sterreich heimisch ist, eine eigene Note zu geben. Mit dem Blaufr\u00e4nkisch wollte ich einer heimischen Traube einen unverwechselbaren Status geben. Ich wollte ein Original schaffen.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Wie \u00fcbersetzt sich Ihre weinmacherische Philosophie in die Praxis? Wie \u201el\u00e4sst man einen Wein zu\u201c, wie Sie es gern formulieren?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Wir haben zuerst nach alten Reben gesucht, die vielleicht nicht so viel Ertrag bringen wie junge, aber wesentlich mehr Geschmack. Die St\u00f6cke waren etwas schw\u00e4cher, die Trauben etwas kleinbeeriger und lockerer. Das ist die erste Resource. Dann ging es darum, perfekte Qualit\u00e4t zu ernten. Das hie\u00df, hie und da Ertragsreduktion und vor allem strengste Selektion bei der Ernte. Dann kamen die Trauben in den Keller, und wir versuchten zu machen, was fr\u00fcher immer gemacht worden war.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> N\u00e4mlich?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Wir haben die Trauben in Holzbottichen auf der Maische verg\u00e4ren lassen, nur geringe Extraktion durch Stampfen vorgenommen, damit die Gerbstoffe nicht die Oberhand bekommen. Es war der Versuch, die Trauben optimal in den n\u00e4chsten Aggregatzustand zu \u00fcberf\u00fchren, ohne am Charakter des Materials etwas zu ver\u00e4ndern: Denn mit dem Abschneiden der Traube vom Stock ist die Qualit\u00e4t definiert. Du kannst im Keller nur versuchen, diese definierte Qualit\u00e4t zu optimieren. Du kannst dem Wein keine Qualit\u00e4t dazugeben. Du kannst seiner Qualit\u00e4t nur entsprechen.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Sie sprechen von traditioneller Verarbeitung Ihrer Trauben. Worauf bezieht sich diese Tradition? Auf Kellertechnik im Burgenland oder in anderen Weinregionen?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Es ist nat\u00fcrlich eine Mischform, denn mit der burgenl\u00e4ndischen Weinbautradition ist das so eine Geschichte. Die Weinbauern haben vor 70 oder vor 30 Jahren sicher nicht mit dreiw\u00f6chigen Maischestandzeiten gearbeitet, und sie haben ihren Ertrag schon deswegen nicht reduziert, weil sie es sich schlicht und einfach nicht leisten konnten. Die alten Weinbauern sch\u00e4tzen hohe Ertr\u00e4ge noch immer h\u00f6her als eine Traube in ihrer perfekten Balance und Reife. Raffinesse, Eleganz und Tiefgr\u00fcndigkeit haben hier keine Tradition.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Also doch nicht Tradition?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Nennen wir es eine Neubegegnung mit einer Rebsorte, mit alten Anbaugebieten und alten St\u00f6cken, aber auch mit der Entschlossenheit, das Produkt auch gegen die Tradition konsequent f\u00fcr den High-End-Bereich zu perfektionieren. Nicht, um es opulenter zu machen, sondern um die Delikatesse zu steigern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-359\" title=\"Zitat 4 Roland Velich\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text4.jpg\" alt=\"Zitat 4 Roland Velich\" width=\"323\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text4.jpg 323w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text4-300x291.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/><strong>Christian Seiler:<\/strong> Wie definieren Sie Delikatesse?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Balance zwischen Alkohol, Tannin und S\u00e4ure. Die Art und Weise, wie sich der Wein trinkt. Wein sollte schlie\u00dflich in der Lage sein, Durst zu l\u00f6schen \u2013 und nicht einen Liter Wasser zur Begleitung brauchen, damit man ihn hinunterbringt. Ich muss wieder auf die Burgund verweisen: ein klassisch gemachter Burgunder ist niemals beschwerlich, niemals.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Zur\u00fcck zur Delikatesse.<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Delikatesse hat viel mit \u00c4sthetik zu tun. Ihre Wahrnehmung muss auch geschult werden, wie in der Musik oder der Kunst. Man braucht eine gewisse Erziehung des Gaumens, um die Delikatesse erfassen zu k\u00f6nnen, die es zu erfassen gilt. Das ist entscheidend.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Als Sie Ihre \u201eMoric\u201c-Weine lancierten, gab es sehr wenige reinsortige Blaufr\u00e4nkisch im Spitzenbereich. Heute ist das anders. Die f\u00fchrenden R\u00e4nge der Parker-Bewertungen nehmen fast ausschlie\u00dflich Blaufr\u00e4nkisch-Weine ein. Haben Sie die burgenl\u00e4ndische Weinmacherszene ver\u00e4ndert?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Sagen wir so: Es gibt heute so viele Weine aus hundert Prozent Blaufr\u00e4nkischtrauben im hohen Qualit\u00e4tsbereich, die auf Eleganz, Ausdruck und Herkunftscharakter bedacht sind, die mit Spontanhefe vergoren und in gro\u00dfen Holzf\u00e4ssern ausgebaut sind, wie nie zuvor in der Geschichte burgenl\u00e4ndischen Weinschaffens.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Sehr diplomatisch. Nennen Sie ruhig Namen.<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Es gab nat\u00fcrlich einige Kollegen, die immer schon sehr bewusst mit dem Blaufr\u00e4nkisch umgegangen sind, Uwe Schiefer vom Eisenberg zum Beispiel, der sich vielleicht von meiner Arbeit darin best\u00e4tigen lie\u00df, den eingeschlagenen Weg noch konsequenter zu gehen \u2013 was auch umgekehrt gilt: Uwes 97\u2019er Reihburg ist ein unglaublicher Wein, der auch heute noch ganz jugendlich auftritt und aufzeigt, was in der Rebsorte steckt. Aber es gibt nat\u00fcrlich auch andere Beispiele: Weine von einigen mittelburgenl\u00e4ndischen Winzern, die der Familie Krutzler, von Ernst Triebaumer, alte Vinifikationen der Familie Schuster aus Zagersdorf, die zeigen, wie hoch das Potential der Rebsorte ist.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Von den alten Weinen beziehen Sie Erfahrungen, die Sie nicht mehr pers\u00f6nlich machen m\u00fcssen.<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Nat\u00fcrlich. An die Erfahrungen der Altvorderen kann ich mich anlehnen. Sie helfen mir, meine eigene Philosophie zu sch\u00e4rfen. Ich konnte die eigenen und die fremden Erfahrungen zusammenzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Wussten Sie schon beim Probieren des ersten \u201eMoric\u201c-Jahrgangs, dass die Rechnung aufgehen w\u00fcrde?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Ehrlich gesagt: ja. 2001 war zwar kein gro\u00dfes Jahr, und ich hatte mit einigen Anlaufschwierigkeiten zu k\u00e4mpfen. Aber der Wein zeigte bereits einige Anzeichen, die enorm best\u00e4rkend waren. Dann kam 2002, ein grandioser Jahrgang, nicht zu hei\u00df, sondern auch mit k\u00fchlen Perioden, was f\u00fcr Blaufr\u00e4nkisch ideal ist. Das Traubenmaterial war traumhaft, wir hatten inzwischen Holzbottiche f\u00fcr die offene Maischeverg\u00e4rung angeschafft und konnten arbeiten, wie ich mir das immer ertr\u00e4umt hatte.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Moric 01 wurde von der Kritik eher k\u00fchl aufgenommen, \u00e4nderte sich das mit dem Jahrgang 02?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Die Reaktionen sagten: Ganz gut, aber nichts Besonderes. Grotesk, vor allem, wenn man die Weine heute trinkt. Da steigt eine Wolke von Parf\u00fcm aus dem Glas. So viel Intensit\u00e4t, Finesse, Samtigkeit, Eleganz. Ich bin selbst immer wieder davon beeindruckt.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Was passiert w\u00e4hrend der Reifung in der Flasche?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Es werden nicht nur die Gerbstoffe m\u00fcrber, und die S\u00e4ure balanciert sich, es passiert eine aromatische Explosion. So hatte ich mir das immer gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-360\" title=\"Zitat 5 Roland Velich\" src=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text5.jpg\" alt=\"Zitat 5 Roland Velich\" width=\"309\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text5.jpg 309w, https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/text5-300x267.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><strong>Christian Seiler:<\/strong> In der aktuellen Parker-Bewertung wird auch Ihr Gr\u00fcner Veltliner aus St. Georgen mit den besten Wachauer und Kamptaler Veltlinern auf eine Stufe gestellt. Wieso jetzt Gr\u00fcner Veltliner aus dem Burgenland?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Ich bin eben von der Idee beseelt, Originale zu schaffen, und nebenbei ist Gr\u00fcner Veltliner noch immer die am meisten ausgepflanzte Rebsorte im Burgenland. Also dachte ich mir: Es muss doch m\u00f6glich sein, einen Gr\u00fcnen Veltliner zu machen, der nicht dem nieder\u00f6sterreichischen Stil nacheifert, sondern im Sinn der Originalit\u00e4t einen Weg zu gehen, der dem Burgenland entspricht. Wir haben andere B\u00f6den, andere Mikroklimata, und ich wollte den Wein nicht wie oft \u00fcblich im Stahltank verg\u00e4ren, sondern im gro\u00dfen Holzfass \u2013 es waren Versuche, die wir unternahmen, wie beim Blaufr\u00e4nkisch: den Wein zulassen.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Die Reaktionen?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Mein englischer Weinh\u00e4ndler sagte: Don\u2019t force me to sell this as Gr\u00fcner Veltliner.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Wieso?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Die Reaktion war repr\u00e4sentativ: der Wein ist gut, aber kein Gr\u00fcner Veltliner. Damit war f\u00fcr mich das Plansoll erf\u00fcllt. Ich hatte ein Original zustande gebracht.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Was sind die n\u00e4chsten Schritte? Ruster Riesling?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Nein, wir bem\u00fchen uns mit Hannes Schuster gemeinsam, ein uraltes Weinbaugebiet bei St. Margarethen, in Zagersdorf, zu erhalten. Traubenkernfunde zeigen, dass hier seit 3000 Jahren Wein angebaut wird. Das Gebiet hatte vor 20 Jahren noch 120 Hektar, heute nur noch 30 \u2013 ein Ergebnis der leidigen Rodungspr\u00e4mien. Jammerschade, wenn alte Rebst\u00f6cke einfach so ausgehackt werden, sie sind in der Lebenszeit eines Menschen nicht zu ersetzen. Dort haben wir drei Hektar gemietet und machen unter dem neuen Brand M.Jagini Rotwein.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Blaufr\u00e4nkisch?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Selbstverst\u00e4ndlich. Einen ganz unverwechselbaren Blaufr\u00e4nkischtyp.<\/p>\n<p><strong>Christian Seiler:<\/strong> Noch produzieren Sie an verschiedenen Orten. Wird es ein eigenes Betriebsgeb\u00e4ude geben?<br \/>\n<strong>Roland Velich:<\/strong> Ja, unbedingt. Ich will nicht l\u00e4nger der Liebhaber ohne festen Wohnsitz sein.<\/p>\n<p><strong>Interview: Christian Seiler<br \/>\nVer\u00f6ffentlicht mit freundlicher Zustimmung von Roland Velich<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Winzer Roland Velich \u00fcber die j\u00fcngsten internationalen Verkostungserfolge seiner Rotweine, die Gr\u00fcnde, warum er<br \/>\nim Blaufr\u00e4nkisch eine gro\u00dfe Rebsorte entdeckte, den Segen (und das M\u00fchsal) der Eigensinnigkeit und die Argumente, warum er sich dagegen wehrt, seine Weine in Blindverkostungen antreten zu lassen. 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