{"id":1010,"date":"2010-07-22T16:32:53","date_gmt":"2010-07-22T14:32:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/?p=1010"},"modified":"2010-07-23T10:31:07","modified_gmt":"2010-07-23T08:31:07","slug":"verkostung-auf-hohem-niveau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weinfreunde-unterland.at\/wordpress\/verkostung-auf-hohem-niveau\/","title":{"rendered":"Verkostung auf hohem Niveau"},"content":{"rendered":"<p><strong><em><span style=\"text-decoration: underline;\">1800 Meter \u00fcber dem Meer<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn m\u00f6chte ich mich bei Hrn. Robert Winkler, den Besitzer der Almh\u00fctte, bedanken, welcher uns diesen alpinen Event \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht hat.<\/p>\n<p>Vielen Dank und noch viel Freude beim Sauna-Bau \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Vielleicht wundern sich jetzt ein paar Leute, warum jetzt noch ein Bericht von der Alm kommt, hat sich ja der Hansi bereits intensiv bei seinen Weinbeschreibungen verausgabt.<\/p>\n<p>Aber! Wir haben nat\u00fcrlich nicht nur am Freitag unsere Sinne in luftigen H\u00f6hen gesch\u00e4rft, nein, auch am Samstag wollten wir die M\u00f6glichkeit eines H\u00f6hentrainingslagers nutzen, und darf ich u.a. kurz zusammenfassen, was uns dieser Abend so beschert hat.<\/p>\n<p><strong>Joseph Phelps, Napa Valley, 1995, C.S. Reserve \u2013 17,2 Punkte<br \/>\nQuelle: Keller Hansi<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Sch\u00f6n langsam m\u00fcssen unserem Hansi die Importe aus den USA ausgehen. Schade!<br \/>\nSchon wieder so ein \u201egeiles\u201c Teil. Blickdicht, fast schwarze Farbe. (Kann jedoch auch an der mageren H\u00fcttenbeleuchtung gelegen haben)<br \/>\nIn der Nase opulent, ausladend, breit, fruchtig \u2013 man freut sich schon auf den ersten kr\u00e4ftigen Schluck. Doch am Gaumen kann er den hoch gesteckten Erwartungen nicht ganz gerecht werden.<br \/>\nDie S\u00e4ure ist relativ hoch, der Abgang maximal mittlerer L\u00e4nge. Frucht ist noch toll vorhanden. Etwas trockene Tannine. Alles in Allem jedoch ein gelungener Auftakt.<\/p>\n<p><strong>Chateau Canon la Gaffeliere, St. Emilion, G.C. 2000 \u2013 18 Punkte<br \/>\nQuelle: Keller Hr. Eder <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Canon la Gaffeliere von Graf von Neipperg, mit einem sehr hohen Cabernet Franc Anteil. Ich hatte trotzdem die Heublumen eines Merlot. Ein wirklich sch\u00f6ner Wein mit einem langen Abgang, feinmaschigen Tanninen, sehr w\u00fcrzig, Duft nach dunklen Beeren.<br \/>\nEs herrschte Einigkeit: Antrinken jetzt + 20 Jahre<\/p>\n<p><strong>Dominus Estate,\u00a0 Napa Valley, Dominus 2002 \u2013 17,7 Punkte<br \/>\nQuelle: Keller Frank <\/strong><\/p>\n<p>Der Dominus 2002, Cuvee aus C.S., C.F und Petit Verdot, von Moueix, ist ein kraftvoller noch sehr jugendlicher Wein, welcher meiner Meinung nach, noch am Anfang seiner Karriere steht. Wie das Schicksal es so haben will, meine vorletzte Flasche!<br \/>\nToller \u201eBordeaux\u201c aus dem Napa Valley.<\/p>\n<p><strong>Chateau Leoville Las Cases, 2GCC, 1989 \u2013 18,8 Punkte<br \/>\nQuelle: Keller Hr. Eder<\/strong><\/p>\n<p>Da freut man sich, ein Teil dieser Weinrunde zu sein. Hat man selbst leider nichts Vergleichbares im Keller liegen. Extrem feinmaschige, seidige Tannine. Eine perfekte Kombination aus Frucht, Alkohol und S\u00e4ure mit einem nicht enden wollenden Abgang. Traumhaftes Bouquet, ausufernde Komplexit\u00e4t. Klarer Gewinner des Abends!<\/p>\n<p><strong>Mondavi, Cabernet Sauvignon Reserve, 2000 \u2013 18,2 Punkte<br \/>\nQuelle: Keller Hansi<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Ein topfiter Cabernet Sauvignon schmeckt nach dunklen Beeren, Chassis, eine Nuance von Lakritze, Eiche und Kr\u00e4utern. Perfekt eingebundenes Holz, der Duft nach roten Fr\u00fcchten und Vanille, Tabak, Ankl\u00e4nge von Zedernholz und mineralische Noten, im Geschmack seidige Tannine und reife Frucht, ein langer Abgang, der keine W\u00fcnsche offen l\u00e4sst, was will man mehr?<br \/>\nEin sehr samtiger Wein mit viel Potential.\u00a0 + 15<\/p>\n<p><strong>Chateau Talbot, St. Julien, 1986 \u2013 18,3 Punkte<br \/>\nQuelle: Keller Frank <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Die opulente Frucht eines Mondavi konnte man zwar hier nicht erwarten, aber war ich trotzdem positiv \u00fcberrascht. Zwar sind die Terti\u00e4r-Aromen\u00a0 vorherrschend, aber man kann durchaus noch eine gewisse Frucht wahrnehmen. W\u00fcrzig, pfeffrig nach Chassis. \u00a0Ein tolles Spiel aus S\u00e4ure, Alkohol und Tannine.\u00a0 Ich w\u00fcrde mal sagen: noch zum richtigen Zeitpunkt erwischt.<\/p>\n<p><strong>Antinori, Tignanello 1990 \u2013 17,5 Punkte<br \/>\nQuelle: Keller\u00a0 Frank <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Bei einem \u00fcber 20 Jahre altem Toskana-Wein rechnet man ja eigentlich schon mit allem m\u00f6glichen und das war es dann schlie\u00dflich auch. Rauchig, ledrig, irgendwie fruchtig, feinmaschig, pr\u00e4sent, kr\u00e4ftig und doch feminin.\u00a0 Eigentlich ganz in Ordnung, und doch fehlte etwas.<br \/>\nMir schmeckt einfach ein gleichaltriger Bordeaux besser.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Parusso, Riserva Vigna Roc<\/strong><strong>che 1997 \u2013 18 Punkte<br \/>\nQuelle: Keller\u00a0 Hr. Eder<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Meistens wettere ich gegen die unversch\u00e4mten Weinpreise im Piemont und weigere mich Unsummen f\u00fcr\u00a0 Weine auszugeben, welche nach \u201eMaggi\u201c schmecken. Und dann kommt wieder so etwas. Perfekt balanciert, dicht , fruchtig (Kirsche), viele feinmaschige Tannine, Abgang lang, S\u00e4ure perfekt. Jetzt antrinken + 10 (f\u00fcr mich)<br \/>\nToller Wein und ein toller Abschluss dieses Abends.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn m\u00f6chte ich mich bei Hrn. Robert Winkler, den Besitzer der Almh\u00fctte, bedanken, welcher uns diesen alpinen Event \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht hat. 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