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Weinrunde Münster mit italienischem Sieger

Am gestrigen Freitag durfte ich die Mitglieder der Weinrunde Münster bei mir zu einer Verkostung begrüßen. Für die leckere Steinpilz-Kartoffelsuppe von meiner Tochter Tamara und das gelungene Pulled Pork von meiner Gattin Gerda und die abschließende Crème Brûlée möchte ich mich herzlich bedanken.

Zur Einstimmung gab es einen Franciacorta – die Vintage Collection Brut vom Vorzeigebetrieb Ca‘ del Bosco.

Die Startnummer 1 in der Verkostung war der Grüne Veltliner Wachstum Bodenstein 2008 von Prager aus der Wachau. Etwas Stachelbeere und viel Apfel mit gut eingebundener Säure brachten 17,3 Punkte und Rang 9 in der Verkostung (Falstaff 93 Punkte).

Ebenfalls von Prager war der Riesling Klaus 2008. Ein schöner sortentypischer Riesling mit kräftiger aber nicht unangenehmer Säure holte 18,0 Punkte und Rang 5 (Falstaff 93 Punkte).

Beim dritten Weißwein schieden sich die Geister: Der Chardonnay Grandes Ruchottes 2007 vom Château de la Maltroye im Burgund zeigte schon deutliche Alterserscheinungen, die nicht bei jedem Teilnehmer gleich gut ankamen. In der Nase grüner Apfel und im Abgang leichte Noten vo Bienenwachs. 16,6 Punkte für den teuersten Wein des Abends (aktuelle Marktpreise) brachten den letzten Platz (Tanzer 92 Punkte).

Bei den Rotweinen machte der Pinot Noir H 2007 von Christian Hermann aus Graubünden den Auftakt. Ein wundervoller Blauburgunder aus der besten Schaffensphase des Winzers holte ehrliche 17,9 Punkte in der Blindverkostung und landete auf Rang 6.

Weiter ging es in den Süden mit dem Barolo Torriglione 2012 von Gagliasso. Obwohl 7 Jahre für einen Barolo natürlich wenig sind, war der Wein bereits sehr offen und überzeugte sowohl in der Nase als auch am Gaumen. 18,3 Punkte bedeuteten den verdienten 3. Platz.

Ebenfalls eine Spitzen-Bewertung erhielt der Cabernet Sauvignon Lafóa 2013 von Schreckbichl aus Girlan. Typische Cassis-Noten, gute integrierte Tannine und ein langer Abgang brachten 18,1 Punkte und Rang 4.

Der etwas überraschende Sieger des Abends kam aus der Toskana – wobei 96 Suckling-Punkte bereits im vorab auf einen hervorragenden Wein hindeuteten: Den Chianti Classico Castello di Brolio 2011 von Barone Ricasole konnte ich bei einem Toskana-Urlaub direkt am Schloss erwerben. Ein hervorragender Chianti mit typischen Aromen nach kaltem Tee, etwas kräuterig. Am Gaumen stark aber dennoch samtene Tannine und ein langer Abgang brachten sensationelle 18,8 Punkte.

Diese Herausforderung nahm der nächste Wein an: Der Blaufränkisch V-Max 2012 vom Weingut Johann Heinrich aus Deutschkreutz stellt wohl die Krönung dessen, was aus dieser Rebsorte gemacht werden kann, dar. Hervorragende 18,4 Punkte brachten den 2. Platz (Falstaff 95 Punkte).

Zum Abschluss folgten dann zwei schwerere Weine: Der Tempranillo Neo 2004 vom gleichnamigen Weingut aus dem Ribera del Duero konnte bereits 96 Parker-Punkte für sich verbuchen. In unserer Runde konnte nur unsere Weinnase Frank Sorte und ungefähres Alter in der Blindverkostung richtig einschätzen und holte sich damit ganz knapp den Sieg beim Weinquiz des Abends. Der Wein erhielt 17,9 Punkte und landete auf dem 7. Rang.

Eine wahre Fruchtbombe kam zum Schluss: Der Shiraz Black Panther 2008 von Chalk Hill Wines aus dem McLaren Vale kam mit Amarena-Kirschen, Schokolade in die Nase. Am Gaumen viel feines Tannin, große Länge und auch die 15,5 % Alkohol waren hervorragend eingebunden. 17,4 Punkte bedeuteten den 8. Rang.

Als Absacker außer Konkurrenz gab es einen Pinot Noir Clos des Ursules 2006 von Louis Jadot aus dem Burgund. Ein charakterstarker Burgunder mit kräuterigen Aromen und fruchtigem Abgang. (Tanzer 91 Punkte)

Das Dessert begleitete ein Eiswein 1990 vom Jagdhof Fleischhacker aus Illmitz. Ein Sämling der mit fast 30 Jahren hervorragend im Glas war. Die Farbe erinnerte eher an einen gereiften Jamaica-Rum , aber am Gaumen zeigte der Wein noch keine Alterungserscheinungen.

Ich bedanke micht bei den Gästen für die gute Stimmung und gratuliere Frank zum knappen Sieg beim Weinquiz.

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