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Themenschwerpunkt Südtirol bei Geburtstagsweinrunde

suedtiroler-weineNach dem vergangenen Kurztrip nach Südtirol in die Kellereien Terlan und Kurtatsch stand die Idee im Raum meine Geburtstagsweinrunde mit dem Schwerpunkt Südtirol abzuhalten.

Auch das leckere Menü von Gerda passte hervorragend dazu: Den Auftakt machte eine klassische Terlaner Weinsuppe gefolgt von Nudeln mit einer Maroni-Käsesauce und einer Jakobsmuschel. Den Hauptgang bildeten gefüllte Kalbsröllchen mit einem Gemüserisotto und als Dessert gab es warme Schokoküchlein mit Vanilleeis. Die mitternächtliche Käseplatte musste dann allerdings aufgrund der vorhergehenden üppigen Gänge entfallen.

Bei den Weinen machte den Auftakt ein typischer Sauvignon blanc: Lehen, 2011 von Alois Lageder überzeugte mit klassischer Holundernase und gut eingebundener Säure. Falstaff gab diesem Wein 88 Punkte, bei uns erhielt er „nur“ 16,6 Punkte und landete damit auf dem vorletzten Platz.

Wesentlich besser schnitt sein Sortenkollege St. Valentin, 2011 von der Kellerei St. Michael – Eppan ab. Bereits in der Nase ein Feuerwerk von Brennnessel und Holunder unterlegt von reifen Johannisbeeren. Schöner eleganter Körper mit knackiger aber gut eingebundener Säure. Bei Falstaff 91 Punkte und bei uns 17,6 Punkte was den hervorragenden 4. Rang – noch vor 5 Rotweinen – bedeutete.

Bei den Südtiroler Weißweinen dürfen natürlich Gewürztraminer nicht fehlen, auch wenn einige Verkoster dieser Sorte wenig abgewinnen können: Der Kolbenhof, 2011 von J. Hofstätter aus Tramin war zwar sortentypisch, aber seine Üppigkeit wirkte mangels des notwendigen Säuregerüstes eher störend. 16,4 Punkte bedeuteten den letzten Platz.

Besser schnitt dann der Gewürztraminer Exilissi, 2010 von Baron di Pauli (Kellerei Kaltern) ab. Ebenfalls eine wahre Bombe mit 15,5 % Alkohol und 9 g Restzucker, aber die Säure stützte den Wein wesentlich besser und auch die Honig- und Traubenaromen waren wesentlich klarer ausgeprägt. Falstaff bewertete mit 89 Punkten und wir mit 17,4, was für Rang 7 reichte.

Rot eröffnete ich mit 2 Blauburgundern: Die Riserva Mazon, 2009 von J. Hofstätter aus Tramin litt aus unserer Sicht zu sehr unter dem Holzausbau zuerst im kleinen und dann im großen Fass. Die mineralische Kühle, die wir an dieser Sorte so schätzen, ging dabei etwas verloren. 89 Punkte von Falstaff und 17 Punkte von uns brachten nur Rang 10.

Auch bei dieser Sorte konnten sich die Kellermeister der Kellerei St. Michael – Eppan auszeichnen: Der St. Valentin, 2009 kam in der Nase mit Kirschen und etwas Marzipan. Ein runder, geschmeidiger Pinot, der sich 92 Punkte von Falstaff und 17,5 Punkte von uns (Rang 5) holte.

Es folgte der Cabernet franc Amistar, 2009 von Peter Sölva aus Kaltern. Diesen Wein hatten wir eindeutig besser in Erinnerung; zwar solide gemachte Arbeit, aber um gut 30 Euro hätte man sich doch etwas mehr erwartet. 17,1 Punkte brachten Rang 9.

Südtirols Winemaker # 1 Alois Lageder hatte dann schon mehr zu bieten: Seine Cuvée Casòn Hirschprunn, 2008 aus Merlot, Lagrein und Cabernet Sauvignon kam tief kirschrot ins Glas. Intensiv fruchtige Nase, gut vom Holz unterlegt und sehr kraftvoll am Gaumen mit langem Abgang wurden mit 17,5 Punkten und Rang 5 belohnt.

Sehr ähnlich die Cuvée Arzio, 2010 von Baron di Pauli (Kellerei Kaltern): 50 % Merlot und je 25 % Cabernet Sauvignon und Cabernet franc sorgten ebenfalls für komplexe Fruchtaromen und einen beeindruckenden Abgang. Mit nur 0,1 Punkten weniger als sein Vorgänger belegte der Wein den 7. Rang in der Verkostung.

Die beste Cuvée des Abends kam einmal mehr von Alois Lageder: Sein Flaggschiff COR Römigberg, 2008 aus Cabernet Sauvignon und Petit verdot kam mit einem vielschichtigen Aromenbouqet, sehr schönem Tanningerüst, dicht und fruchtig am Gaumen sowie einem sehr langen Abgang. 91 Falstaff-Punkte und 17,9 Punkte bedeuteten letztendlich aber nur Rang 2.

Überzeugen konnten an diesem Abend die Lagreins: Der Steinraffler, 2009 von J. Hofstätter aus Tramin war tiefdunkel mit fast schwarzem Kern. Erdig-mineralische Noten von Pflaumen hinterlegt in der Nase und erneut Mineralität mit Gewürznoten am Gaumen brachten bei Falstaff 91 Punkte und bei uns 17,7 Punkte, was den hervorragenden 3. Platz bedeutete.

Der letzte Wein war auch der Sieger des Abends: Der Lagrein Carano, 2011 von Baron di Pauli (Kellerei Kaltern) war ebenfalls fast schwarz. Kirschen, Brombeeren und Zwetschken in der Nase, Gewürze und herrlich samtiges Tannin am Gaumen mit einem dennoch weichen Finale bedeuteten bei Falstaff 91 Punkte und bei uns 18 Punkte, was den etwas überraschenden Tagessieg bedeutete.

Noch zu erwähnen sind die beiden Dessertbegleiter: Ein Gelber Muskateller Passito, 2010 von Peter Sölva aus Kaltern sowie der Rosenmuskateller Rosatum, 2007 von der Kellerei Schreckbichl aus Girlan. Der Rosenmuskateller duftete nach Beerenfrüchten und Rosenblättern, war sehr gehaltvoll, aber dennoch geschmeidig mit etwas Vanille.

Ich bedanke mich bei Gerda für das tolle Menü und bei allen Teilnehmern für den netten Abend und die gute Stimmung.

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